So bereitet sich Gert-Uwe Mende auf sein Amt als Oberbürgermeister vor

Ab Juli wird der Dotzheimer Gert-Uwe Mende (SPD) neuer Oberbürgermeister von Wiesbaden. Im Gespräch mit Merkurist erzählt er wenige Tage vor Amtsantritt, wie er sich auf diese Aufgabe vorbereitet.

So bereitet sich Gert-Uwe Mende auf sein Amt als Oberbürgermeister vor

„Die Vorfreude ist riesig, aber auch der Respekt vor dem neuen Amt.“ So beschreibt Gert-Uwe Mende (SPD) seine Gefühle wenige Tage vor seinem Amtsantritt als neuer Oberbürgermeister von Wiesbaden. Die Bürger haben ihn in der Stichwahl am 16. Juni zum neuen Stadtoberhaupt gewählt, so blieben Mende rund zwei Wochen Zeit, seinen Umzug ins Rathausbüro nächste Woche vorzubereiten.

Neues Büro, neue Aufgaben

„Natürlich ist man als Oberbürgermeister auch plötzlich eine Person des öffentlichen Lebens.“ - Gert-Uwe Mende

„Der Arbeitsweg bleibt ja fast gleich“, sagt Mende, der bis zu seinem Amtsantritt noch als Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion auf der anderen Seite des Wiesbadener Schlossplatzes arbeitet. Als größte Umstellung in der Zukunft sehe er die Verantwortung, die er als Oberbürgermeister für seine Mitarbeiter, die Stadt und ihre Bürger trägt. „Natürlich ist man als Oberbürgermeister auch plötzlich eine Person des öffentlichen Lebens“, sagt er, „aber die Wiesbadener akzeptieren auch, dass man noch ein Privatleben hat. Wenn ich in meiner Freizeit im Supermarkt an der Kasse, oder an der Tankstelle stehe, bin ich immer noch ein ganz normaler Bürger.“

Viel Freizeit blieb dem 56-Jährigen in den vergangenen Tagen aber nicht. Während er bis zuletzt seinem Amt als Dotzheimer Ortsvorsteher nachging, musste er gleichzeitig den Umzug ins neue Büro organisieren. „Und der Kalender für die erste Zeit füllt sich“, sagt er. Dabei wolle er vor allem versuchen, Anfragen, die noch an Sven Gerich gerichtet waren, zu übernehmen. Besonders freue er sich auf Termine, die ihn an Orte und zu Menschen führen, die er zuvor nicht kennenlernen durfte.

Gepackte Umzugskartons

„Am wichtigsten sind mir ein paar private Bilder, die ich mitnehmen will.“ - Gert-Uwe Mende

Neben dem Kalender organisiere er aber auch Mitarbeiter und erste Arbeitsabläufe — und packe schon mal seine Umzugskartons. „Am wichtigsten sind mir ein paar private Bilder, die ich mitnehmen will“, erklärt Mende. Aber auch einige Nachschlagewerke, Gesetzestexte und Bücher über die hessische Geschichte wolle er an seinen neuen Arbeitsplatz mitnehmen, ebenso einige persönliche Unterlagen. Der Abschied vom alten Büro falle ihm dabei nicht leicht, „mir werden viele jetzige Mitarbeiter fehlen. Wir hatten immer ein tolles Betriebsklima“, fasst er zusammen.

Auch an seiner Antrittsrede, die er am Samstag vor der Stadtverordnetenversammlung halten wird, feilt Mende bereits. Zudem habe er schon viele Gespräche mit Dezernenten und seinem Vorgänger geführt, die in den kommenden Wochen noch fortgesetzt werden sollen. Als erste Amtshandlung sieht Mende den Haushaltsplan für 2020/2021 auf sich zukommen, wenn er kommende Woche in seinem neuen Büro angekommen ist. (nl/ms)

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