Busunfall in der Schwalbacher Straße war „menschliches Versagen“

Bus fuhr 120 Meter ohne Fahrer

Busunfall in der Schwalbacher Straße war „menschliches Versagen“

Fünf Tage nach dem Busunfall in der Schwalbacher Straße, bei dem ein Linienbus ohne Fahrer 120 Meter weit gerollt ist und schließlich in ein geschlossenes Restaurant krachte, ist die Unfallursache nun klar. Wie die Verkehrsgesellschaft ESWE Verkehr mitteilt, ist der Unfall wegen eines Fehlers des Busfahrers passiert.

„Es ist mittlerweile bekannt, dass der Unfall auf menschliches Versagen zurückzuführen ist“, so Christian Giesen, Sprecher der ESWE, gegenüber Merkurist. Der Fahrer des Busses war an einer Haltestelle ausgestiegen, um einen technischen Defekt an einer der Türen zu begutachten und zu reparieren. Dabei hatte der Fahrer, so Giesen, die Feststellbremse nicht angezogen, wodurch sich der Bus auf der abschüssigen Straße schließlich in Bewegung setzte.

Der Busunfall hatte in der Nacht von Samstag auf Sonntag für einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gesorgt (wir berichteten). Der Bus war gegen ein geparktes Auto, das mit vier Personen besetzt war, geprallt, war denn gegen die Mittelleitplanke gestoßen und schließlich in der Terrasse eines Restaurants zum Stehen gekommen. Die Inhaberin des Restaurants hatte das Lokal glücklicherweise 20 Minuten vor dem Unfall geschlossen.

Bei dem Unfall wurden die vier Insassen des Autos leicht verletzt. Die Fahrgäste im Bus blieben unverletzt. Eine Augenzeugin erlitt einen Schock. Der Gesamtschaden wird laut Polizei auf rund 120.000 Euro geschätzt. Das betroffene Restaurant „Mauritius“ ist seit dem Unfall auf unbestimmte Zeit geschlossen, weil Terrasse und Eingang stark beschädigt wurden. (ms)

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