Wegen Bauerndemo: Wiesbadener ÖPNV kommt zum Erliegen

Vier Stunden lang praktisch keine Fahrten

Wegen Bauerndemo: Wiesbadener ÖPNV kommt zum Erliegen

Wegen der Bauern-Demonstration am kommenden Montag (8. Januar) wird der Linienverkehr in Wiesbaden etwa vier Stunden lang eingestellt. In dieser Zeit gibt es laut ESWE Verkehr nur einen Notbetrieb.

Zwar wolle man den Busbetrieb an diesem Tag so gut wie möglich aufrechterhalten, sehe sich aber gezwungen, „den planmäßigen Linienverkehr in der Zeit von 10 bis circa 14 Uhr einzustellen“, so ESWE in einer Pressemitteilung. Man arbeite daran, punktuell einen Notbetrieb und einen Ersatzverkehr von einigen Vororten nach Wiesbaden und zurück anzubieten.

Zum Berufsverkehr am Morgen werden voraussichtlich alle Linien wie gewohnt bis 8 Uhr fahren. Von 8 bis 10 Uhr wird es erste Einschränkungen im gesamten Liniennetz geben. Es kann zu Verspätungen und Ausfällen kommen. Von 10 bis etwa 14 Uhr können keine Strecken mehr nach Fahrplan bedient werden. Nach 14 Uhr sollen die Busse sukzessive wieder ihre geplanten Fahrten aufnehmen. Die Linien aus Mainz werden am 8. Januar zeitweise nur bis Wiesbaden Ost fahren. Die Gemeinschaftslinie 74 endet von Mainz aus voraussichtlich an der Haltestelle „Friedrich-Bergius-Straße“. Zum Abend hin soll sich der Verkehr wieder normalisieren.

Für ESWE sei die Situation eine „sehr große Herausforderung“. Ein regulärer Busbetrieb sei nicht realistisch, so Jürgen Hüpohl, Pressesprecher bei ESWE Verkehr. „Die Entscheidung, den Linienverkehr für wenige Stunden zu stoppen, ist uns wirklich nicht leichtgefallen, sie war aber unumgänglich und wir bitten um Verständnis bei unseren Fahrgästen.“ Diese würden über Digitalanzeigen an den Haltestellen und online informiert.

Hintergrund

Der Bauernverband hat für Montag eine Protest-Sternfahrt aus mehreren hessischen Städten nach Wiesbaden geplant. Hunderte Traktoren werden zu einer Kundgebung erwartet und sich bereits am Morgen in der Mainzer Straße versammeln.