Inzidenz über 50: Neue Corona-Regeln in Wiesbaden

Stadt Wiesbaden verschärft Maßnahmen

Inzidenz über 50: Neue Corona-Regeln in Wiesbaden

In Wiesbaden gelten ab Freitag (20. August) neue Corona-Regeln. Wie die Stadt am Mittwoch beschloss, gilt dann die neue Allgemeinverfügung.

Die hessische Landesregierung hatte am Dienstag die Coronavirus-Schutzverordnung für vier Wochen verlängert und aktualisiert. Die Corona-Regeln für Hessen wurden dadurch an die Ergebnisse der letzten Bund-Länder-Konferenz angepasst. Das hessische Präventions-und Eskalationskonzept macht Vorgaben für das Überschreiten einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35, 50 und 100. Die Inzidenz in Wiesbaden lag am Mittwoch bei 58,2.

Das sind die Corona-Regeln

Unabhängig von der Inzidenz gilt: In den ersten beiden Unterrichtswochen werden alle Schüler und Lehrer nicht zweimal, sondern dreimal pro Woche getestet. Zudem muss unabhängig von der Inzidenz auch am Sitzplatz eine medizinische Maske getragen werden. Eine weitere Neuerung zum Schulbeginn ist, dass Schüler außer den regelmäßigen Tests in der Schule keine weiteren Testnachweise mehr benötigen sollen, etwa um ins Kino, ins Restaurant oder zum Friseur zu gehen. Das Hessische Kultusministerium hat angekündigt, ein Testheft für Schüler herauszugeben, in dem die regelmäßigen Tests eingetragen werden. Dieser Nachweis soll nicht nur an den Testtagen, sondern generell gelten.

Solange die Inzidenz über der 35er-Marke liegt, gelten unter anderem folgende Regeln in Wiesbaden:

Nur geimpfte, genesene oder negativ getestete Personen (3G-Regel) dürfen Innenräume von Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Gastronomiebetrieben, Sportstätten, Spielbanken und körpernahen Dienstleistern (unter anderem Friseure) betreten. Die 3G-Regel gilt auch für private Feiern in öffentlichen oder eigens angemieteten Räumen sowie den Besuch von Einrichtungen der Behindertenhilfe. Die 3G-Regel gilt außerdem für den Besuch des Thermalbades Aukammtal und die Hallenbäder, die derzeit Schwimmvereinen vorbehalten sind. Hotelgäste, die weder geimpft noch genesen sind, müssen nicht nur bei der Anreise, sondern zweimal wöchentlich ein negatives Testergebnis vorlegen. Kinder bis zum sechsten Lebensjahr sind von der 3G-Regel ausgenommen.

Solange die Inzidenz über der 50er-Marke liegt, gelten zusätzlich unter anderem folgende Regeln:

Zusammenkünfte, Fachmessen, Veranstaltungen und Kulturangebote, wie beispielsweise Theater, Opern, Kinos und Konzerte, an denen mehr als 25 Personen teilnehmen, können im Freien genehmigungsfrei mit bis zu 500 Personen und in Innenräumen mit bis zu 250 Personen stattfinden. Geimpfte und genesene Personen zählen nicht mit. Im Gedränge ist außerdem auch draußen eine medizinische Maske zu tragen. Dies könnte zum Beispiel der Fall sein beim Einlass in Geschäfte, in Warteschlangen, an Haltestellen oder bei öffentlichen Darbietungen in Fußgängerzonen.

Die Vorgaben zu Personenzahlen sowie Negativnachweisen gelten nicht für Zusammenkünfte aus beruflichen, dienstlichen, schulischen, betreuungsrelevanten oder geschäftlichen Gründen. Sie gelten auch nicht für den Betrieb von Hochschulen, Berufs- und Musikakademien und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie die Durchführung von Prüfungen. Weitere Ausnahmen gibt es bei Wahlwerbung für Parlaments- und Kommunalwahlen. Für Zusammenkünfte in privaten Wohnungen mit mehr als 25 Personen bleibt es bei der dringenden Empfehlung, die Regeln für öffentliche Zusammenkünfte zu beachten und sich jederzeit pandemiegerecht zu verhalten.

Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz in Wiesbaden an fünf Tagen in Folge unter 50 oder 35 sinken, wird die Allgemeinverfügung aktualisiert beziehungsweise aufgehoben. Steigt sie über 100, wird die weitere Verschärfung der Regeln geprüft.

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