Fall Susanna: Großes Medieninteresse und Demos zum Prozessauftakt

Angeklagter sagt heute aus

Fall Susanna: Großes Medieninteresse und Demos zum Prozessauftakt

Der Prozess vor dem Landgericht Wiesbaden um den Mord an der 14-jährigen Susanna F. hat am Dienstagmorgen für ein großes Medien- und Zuschauerinteresse gesorgt. Begleitet wurde der Prozessauftakt gegen den mutmaßlichen Täter Ali B. von zwei Demonstrationen, die vor dem Justizzentrum in der Mainzer Straße stattfanden.

Um dem großen Zuschauerandrang gerecht zu werden, öffnete das Justizzentrum seine Türen bereits um 7 Uhr morgens. Viele Neugierige nutzten die frühe Öffnungszeit aus und stellten sich an, um einen der 56 Zuschauerplätze in dem Saal zu ergattern. Das Gericht hatte die Sicherheitsvorkehrungen mit einer zweiten Kontroll-Schleuse direkt vor dem Gerichtsaal verstärkt, außerdem war die Polizei mit mehreren Einsatzwagen vor Ort.

Zeitgleich hatte die Gruppe „Hand in Hand - Gegen die Gewalt auf unseren Straßen“ aus Wiesbaden zu einer Mahnwache vor dem Gerichtsgebäude aufgerufen. Mit dabei war auch die sogenannte „Leine des Grauens 2.0.“. Dabei handelte es sich um eine Art Wäscheleine, an der die Demonstranten Transparente mit Botschaften und ausgedruckte Medienberichte aufhängten. Zu der Kundgebung erschienen rund 30 Teilnehmer, ihr gegenüber standen etwa fünf Gegendemonstranten, zu Auseinandersetzungen kam es nicht.

Vor der Schwurgerichtskammer ging es am Dienstagvormittag um die Vorgeschichte des Angeklagten Ali B., seine Jugend im Irak sowie seine Flucht nach Wiesbaden. Am Nachmittag steht dann seine Aussage zur Tat auf dem Programm.

Wann der Prozessauftakt am Dienstag endet, steht noch nicht fest. Wir sind vor Ort und berichten im Laufe des Tages weiter. (js)

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