Wiesbadener Veggie-Restaurant macht Schlagzeilen

Keine drei Monate nach der Eröffnung ist das lateinamerikanische Veggie-Restaurant „Alebrijes“ in Wiesbaden schon längst kein Geheimtipp mehr. Merkurist hat mit Inhaber David Mendoza über die ersten Wochen gesprochen.

Wiesbadener Veggie-Restaurant macht Schlagzeilen

Tacos, Enchiladas, Ceviche – typische lateinamerikanische Gerichte, doch nicht mit Fleisch oder Fisch, sondern rein aus Pflanzen. Das gibt es im „Alebrijes“, das vor einigen Wochen neu in der Wilhelmstraße eröffnet hat. Seitdem hat das Wiesbadener Restaurant bereits einige Wellen geschlagen. Im Gespräch mit Merkurist erzählt Inhaber David Mendoza, wie die Idee zu einem veganen Restaurant entstanden ist und wie er die mediale Aufmerksamkeit erlebt hat.

Ein Laden, verschiedene Kulturen

Auf der Speisekarte des „Alebrijes“ stehen klassische Gerichte der lateinamerikanischen Küche. Auch Cocktails und internationale Biersorten werden angeboten. Eine große Rolle spiele Mexiko, aber auch Einflüsse aus Argentinien, Ecuador, Venezuela und Kolumbien kämen hinzu, erzählt Mendoza. Nur zu passend erschien ihm also der Name „Alebrijes“, ein Begriff für fantasievolle Tierfiguren aus Pappmaché oder Holz. „Das sind zwei oder drei Tiere in einem“, so Mendoza. „Für den Laden haben wir gedacht, da kommen verschiedene Kulturen zusammen, das passt perfekt.“

Für die veganen Versionen der traditionellen Gerichte verantwortlich ist Daniel Jesus Franco Mancinas, Koch und Mendozas Geschäftspartner. „Daniel ist selbst Veganer“, sagt Mendoza. „Als ich ihm von der Idee erzählt habe, ein veganes Restaurant zu eröffnen, war er direkt begeistert.“ Beide hätten zuvor schon in lateinamerikanischen Restaurants gearbeitet. Diese Erfahrung hätte Mendoza auch auf die Idee zu einem komplett veganen Restaurant gebracht. „Ich fand es erschreckend, wie viel Fleisch dort immer weggeworfen wurde“, so Mendoza. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach vegetarischen und veganen Gerichten immer weiter gestiegen.

Vom Geheimtipp zum Restaurant des Monats

Dass sein Konzept aufgegangen ist, zeigt das Interesse der Wiesbadener Kundschaft. „Die Veganer sind begeistert und dankbar, dass es endlich was gibt“, erzählt Mendoza. „Ich glaube, in Wiesbaden sind wir gerade das einzige vegane Restaurant.“ Dabei sei die lateinamerikanische Küche eigentlich sehr fleischlastig. „Aber es funktioniert ganz gut, weil viele Sachen aus Maismehl sind“, so Mendoza. „Außerdem gibt es viele Gerichte mit Früchten und Obst.“ Für alles, was traditionell mit Fleisch zubereitet wird, gibt es im „Alebrijes“ Alternativen aus Jackfruit, Aubergine oder Erbsenprotein.

In den Medien ist das neue Angebot in Wiesbaden auch nicht unbeachtet geblieben. Der Sensor kürte das „Alebrijes“ im Dezember zum Restaurant des Monats, im hr-Format „maintower“ wurde am 6. Januar ein eigener Beitrag über das Restaurant gesendet. Darin wurde das „Alebrijes“ noch als „Geheimtipp“ bezeichnet – doch über diesen Status scheint es schon längst hinaus zu sein. Um im verhältnismäßig kleinen Lokal mit etwa 25 Plätzen noch einen Tisch zu bekommen, solle man vorher lieber reservieren, meint Mendoza, „vor allem am Wochenende“.

Das „Alebrijes“ in der Wilhelmstraße 36-38 hat dienstags bis sonntags von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Weitere Informationen und die Speisekarte findet ihr hier.

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