Veranstalter demonstrieren in Wiesbadener Innenstadt

Weil ihnen seit Ausbruch der Corona-Pandemie fast alle Einnahme weggebrochen sind, demonstrieren Akteure der Veranstaltungsbranche am Mittwoch in Wiesbaden. Sie fordern schnelle Hilfe von der Politik.

Veranstalter demonstrieren in Wiesbadener Innenstadt

Das Aktionsbündnis „AlarmstufeRot“, das sich aus mehreren Akteuren aus der Veranstaltungsbranche zusammensetzt, hat unter dem Motto „Zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft“ eine Demonstration in der Wiesbadener Innenstadt angekündigt. Sie soll am Mittwoch die Initialveranstaltung für eine ganze Demonstrationsreihe sein, denn bis in den September hinein sollen wöchentlich Demonstrationen in verschiedenen Städten stattfinden.

Los geht es am Mittwoch um 12:05 Uhr auf dem Kranzplatz mit einer Kundgebung. Über die Taunusstraße ziehen die Veranstalter danach über die Wilhelmstraße bis zum Museum Wiesbaden. Dort geht es auf die Rheinstraße, um dann auf die Schwalbacher Straße abzubiegen. Hier geht es dann bis zur Coulinstraße und zurück zum Startpunkt.

Einnahmen weggebrochen

Mit der Demonstration wollen die Veranstalter, die aus ganz Hessen anreisen werden, auf ihre derzeitige finanzielle Lage aufmerksam machen. Sie sagen, der gesamte Wirtschaftszweig stehe unmittelbar vor dem Kollaps. „Seit März 2020 ist die Veranstaltungswirtschaft mit einem Veranstaltungsverbot, welches die Bundes- & Landesregierungen verhangen haben, in eine immer größere wirtschaftliche Notlage gebracht worden. Zum Schutz der Bevölkerung tragen wir diese Entscheidung gerne mit. Allerdings ist uns durch diese Maßnahme die komplette Arbeitsgrundlage entzogen worden“, heißt es in einer Stellungnahme.

Das Bündnis fordert nun die Politik auf, schnell zu helfen. Dabei setzen sie auf Überbrückungsprogramme, Anpassungen bei Krediten, flexiblere steuerliche Hilfen und Kurzarbeiterregelungen und Ausnahmen vom EU-Beihilferahmen.

„Die bisherigen Hilfen der Regierung greifen bei uns nicht.“ - Bündnis AlarmstufeRot

„Die bisherigen Hilfen der Regierung greifen bei uns nicht, weshalb uns nicht geholfen wird“, sagen die Veranstalter. Zudem hätten sie den Eindruck, dass die Politik seit Ausbruch der Corona-Pandemie den direkten Dialog mit der Branche verweigert.

Hintergrund

Das Aktionsbündnis, das die Demonstration am Mittwoch organisiert, handelt eigenen Angaben zufolge im Interesse von bundesweit mehr als 9000 Unternehmen mit mehr als 200.000 Beschäftigten und über 10.000 Auszubildenden. Außerdem haben sich zwölf Verbände der Veranstaltungswirtschaft dem Bündnis als Unterstützer angeschlossen und fördern die Kundgebungen und Forderungen. Dazu zählen auch mehrere IHK-Bezirke, die seit Wochen bei der Bundesregierung ebenfalls die dramatische Lage ihrer Mitgliedsunternehmen vortragen. (nl)

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