Polizei kontrolliert Passagierschiffe auf Umweltverschmutzungen

Wasserschutzpolizeien überprüfen bundesweit erstmals gemeinsam die Einhaltung umweltrechtlicher Bestimmungen

Polizei kontrolliert Passagierschiffe auf Umweltverschmutzungen

Zum ersten Mal kontrollieren die Wasserschutzpolizeien in ganz Deutschland gemeinsam, ob auf Binnen- und Seeschiffen umweltrechtliche Bestimmungen eingehalten werden. Auf dem Rhein bei Wiesbaden wird das Hessische Bereitschaftspolizeipräsidium aus Mainz-Kastel für die Kontrollen zuständig sein. Wann genau die Kontrollen starten werden, wollte die Polizei noch nicht verraten.

Die Überprüfungen finden anlässlich der Bundesweiten Aktionstage Gewässer- und Umweltschutz (BAGU) statt und werden von der Wasserschutzpolizei Hamburg koordiniert. Mit den deutschlandweiten Kontrollen soll flächendeckend die Einhaltung von Umweltregelungen überprüft, Verstöße entdeckt und geahndet werden. Umweltbelastungen für die Gewässer stammen beispielsweise aus Rückständen aus Maschinenräumen, Verbrennungsabgasen, Grau- und Schwarzabwässern, Ladungsrückständen und Waschwasser, Ballastwasser und Abfällen. Um diese zu reduzieren, gelten auf internationaler und nationaler Ebene Regelungen.

Die hessische Wasserschutzpolizei werde sich nach eigenen Angaben mit verschiedenen Kontrollmaßnahmen im gesamten Bundesland an den Aktionstagen beteiligen. Vor allem werden die Beamten Fahrgastschiffe und deren Umgang mit häuslichem Abwasser überprüfen.

Hintergrund:

Die Wasserschutzpolizei Hessen betreut mit ihren sieben regionalen Dienststellen sowie einer zentralen Ermittlungsgruppe die verschiedenen Bundeswasserstraßen im Land Hessen. Insgesamt gehören rund 530 Flusskilometer mit dazugehöriger Infrastruktur zum Dienstbereich der Wasserschutzpolizei.

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