Wie eine Bank und ein Restaurant der Wiesbadener Tafel helfen

Weil die Wiesbadener Tafel aufgrund der Corona-Krise geschlossen ist, fehlt einigen eine wichige Lebensgrundlage. Um auch ärmere Menschen zu unterstützen, haben sich das Restaurant Due Amici und die Aareal Bank eine besondere Aktion überlegt.

Wie eine Bank und ein Restaurant der Wiesbadener Tafel helfen

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise treffen die schwächsten der Gesellschaft besonders hart. Wegen der Kontaktbeschränkungen musste die Wiesbadener Tafel Ende März schließen, voraussichtlich bis zum 5. Mai. Durch die fehlenden Lebensmittelspenden fällt für viele Menschen eine wichtige Lebensgrundlage weg.

Bank bezahlt Speisen

Um diese Menschen trotzdem weiterhin mit Essen zu versorgen, hat sich die Wiesbadener Aareal Bank eine Aktion überlegt. „Uns kam die Idee, sowohl die Tafel als auch die Wiesbadener Wirtschaft gleichermaßen zu unterstützen,“ erzählt Sven Korndörffer, Managing Director der Aareal Bank. Als weiterer Partner wurde das Wiesbadener Restaurant Due Amici aus der Goldgasse angefragt. Das Restaurant stimmte der Aktion schnell zu, auch die Tafel war von der Idee sofort angetan.

Die Gerichte werden dabei komplett von der Bank bezahlt. „Wir wollen mit der Aktion die Gesellschaft unterstützen“, erklärt Korndörffer. Dabei gehe es nicht nur um die Hilfe für die Tafel-Kunden, sondern auch für das Restaurant. „Da die Krise ja auch viele lokale Unternehmen wie Restaurants hart trifft, wollten wir diese auch mit unterstützen“, so Korndörffer.

Risotto und Saltimbocca

Attila Yaren, Inhaber des Due Amici in der Goldgasse, ist dafür sehr dankbar: „Wir bieten aktuell zwar einen Lieferdienst an, dieser bringt aber nicht allzu viel ein. Daher sind wir sehr froh, dass wir durch die Zusammenarbeit mit der Aareal Bank zusätzlichen Umsatz haben.“ Die Bank hat bei dem Restaurant für die nächsten zehn Wochen jeweils 100 Essen bestellt. Diese werden immer mittwochs gekocht und anschließend an die Tafel weitergegeben. Yaren will dabei jede Woche ein anderes Gericht servieren: „Vergangene Woche gab es ein Spargel-Risotto mit Doradenfilet, jetzt gibt es Saltimbocca mit fruchtiger Tomatensauce und Pasta.“

Die Tafel sei mit dem Essen sehr zufrieden, berichtet Yaren. Er will die Aktion auf jeden Fall die nächsten Wochen weiter durchführen, auch wenn er sein Restaurant in der Zwischenzeit wieder eröffnen dürfte. Aber auch danach kann sich der Restaurantbetreiber gut vorstellen, weiter mit der Tafel zusammenzuarbeiten. (ts)

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