Warum einige Wiesbadener Gebäude am Montagabend orange leuchten

Kurhaus, Prinzenpalais und Ringkirche strahlen in ungewohntem Licht

Warum einige Wiesbadener Gebäude am Montagabend orange leuchten

Am Montagabend strahlen mehrere Wiesbadener Sehenswürdigkeiten für mehrere Stunden in orangem Licht. Die ungewohnte Beleuchtung des Kurhauses, des Prinzenpalais und der Ringkirche ist Teil einer weltweiten Aktion.

Hintergrund der Aktion ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, der jährlich am 25. November stattfindet. Die Wiesbadener Niederlassung des Zonta-Clubs, einer Vereinigung, die sich rund um die Welt für die Verbesserung der Lebensumstände von Frauen einsetzt, will mit der orangen Beleuchtung am Montag ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Die Aktion ist dabei Teil der weltweiten Kampagne „Orange The World“, die bis einschließlich 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, läuft.

„Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist die weltweit häufigste Menschenrechtsverletzung“, sagt Christiane Walter, Präsidentin der Union deutscher Zonta-Clubs. „Statistisch gesehen stirbt in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau an den Folgen der Gewalt durch ihren Partner.“ Ebenso vehement setzt sich die Vereinigung gegen Zwangsehen ein. Denn: Alle zwei Sekunden wird laut Zonta weltweit ein Mädchen verheiratet. „Was oft in der Absicht geschieht, die eigenen Töchter zu schützen bedeutet meist das Gegenteil: den Abbruch der Schulbildung und ein fremdbestimmtes Leben unter den Bedingungen physischer und psychischer Gewalt.“

Eingeschaltet werden die orangen Lichter um 17 Uhr. Wiesbaden ist dabei nicht die einzige Stadt, in der mehrere Gebäude angestrahlt werden. Deutschlandweit organisieren Zonta-Clubs die Aktion in rund 100 Städten und Kommunen, um gegen sexualisierte Gewalt, ihre Ursachen und Folgen aufmerksam zu machen. Zusätzlich wird der Wiesbadener Zonta-Club am Montag zwischen 11 und 14 Uhr gemeinsam mit dem AK-Prävention an einem Informationsstand in der Neugasse an der Ecke Marktstraße stehen und Fragen von Passanten und Interessierten beantworten.

Ihr seid selbst betroffen und braucht Hilfe? Das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist täglich rund um die Uhr unter der Telefonnummer 08000/116016 kostenlos erreichbar. Weitere Infos findet Ihr auf der Website. (ms)

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