Warum an einigen E-Scootern in Wiesbaden bald gelbe Karte hängen

Liegende und falsch geparkte E-Scooter können eine echte Gefahr für Menschen mit Sehbehinderung darstellen. Um darauf aufmerksam zu machen, findet am Samstag eine Aktion vor dem Hauptbahnhof statt.

Warum an einigen E-Scootern in Wiesbaden bald gelbe Karte hängen

Schon seit es sie gibt, ärgern sich viele Wiesbadener über achtlos hingeworfene und falsch abgestellte E-Scooter auf Gehwegen. Für Menschen mit Sehbehinderung sind die Roller aber nicht nur ein Ärgernis sondern oft auch gefährlich. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, startet am Samstag die hessenweite Aktion „Gelbe Karten für Stolperfallen“. Vor dem Wiesbadener Hauptbahnhof wird es eine Dunkelerfahrung und einen Hindernisparcour geben.

„Eine besondere Gefahr stellen dabei E-Scooter dar, die auf oder an Treppen abgelegt werden.“ - Klaus Meyer, BSBH

„Roller auf Gehwegen behindern nicht nur uns Menschen mit einer Sehbehinderung, sondern auch Nutzer von Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrende“, so Klaus Meyer, Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenbund Hessen e.V. (BSBH). Immer wieder würden Unfälle passieren. „Eine besondere Gefahr stellen dabei E-Scooter dar, die auf oder an Treppen abgelegt werden. In so einem Fall ist nicht nur ein Stolpern, sondern ein Treppensturz vorprogrammiert und hat sich auch schon ereignet.“

Der Aktionstag am Hauptbahnhof startet um 11 Uhr und endet um 17 Uhr. Dort möchten die Vertreter des BSBH und das Team vom Projekt „Brücken schlagen - Menschen verbinden“ über die Vor- und Nachteile von E-Scootern sprechen. Auch der ADFC wird vor Ort sein. Nutzer sollen so sensibilisiert werden, das Fahrzeug nach Gebrauch sicher und richtig abzustellen. Fahrer und Verteiler fordern die Veranstalter zu mehr Rücksichtnahme auf. Darüber hinaus werden in vielen Städten in Hessen in den kommenden Wochen gelbe Karten an schlecht geparkte E-Scooter gehängt.

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