Warum am Sonntag eine Regenbogenfahne am Rathaus hängt

Am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit hisst das Rathaus eine Regenbogenfahne. Auch in anderen Teilen der Stadt wird es in den nächsten Wochen Aktionen geben.

Warum am Sonntag eine Regenbogenfahne am Rathaus hängt

Am 17. Mai jährt sich zum 30. Mal der Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität nicht mehr als Krankheit ansieht. Um daran zu erinnern und den Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) zu feiern, wird es in Wiesbaden ab dem 17. Mai trotz der Corona-Krise bunt.

Regenbogenfahne am Rathaus

Am Rathaus wird eine Regenbogenfahne hängen. Die Stad will damit wie in den vergangenen Jahren ein Zeichen für Respekt und Akzeptanz setzen. Die Flagge soll zeigen: LSBT*IG sind ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft. Ihre Kämpfe um Emanzipation und Selbstbestimmung betreffen uns alle, so die Stadt.

Stadt äußert sich zu LGBT-freien Zonen in Polen

Denn trotz vieler positiver gesellschaftlicher Entwicklungen erleben LSBT*IQ weiterhin Diskriminierung und oftmals auch Gewalt. Das zeigt vor allem ein Blick nach Polen. Seit einem Jahr haben immer mehr Orte sogenannte „LGBT-ideologiefreie Zonen“ ausgerufen. Wiesbadener Vereine hatten die Stadt bereits darum gebeten, Stellung dazu zu beziehen (wir berichteten). „Die Wiesbadener Partnerstadt Breslau gilt seit jeher als weltoffen und tolerant; bei ihrem Einsatz für Vielfalt und gegen Diskriminierung können die Breslauer Politik und Stadtgesellschaft auf die volle Unterstützung aus Wiesbaden zählen“, so die Stadt dazu.

Queere Kulturwochen in Zeiten von Corona

Traditionell beginnen mit dem 17. Mai auch die „Queeren Kulturwochen“ in Wiesbaden. Der Höhepunkt ist der Christopher Street Day, der zuletzt 2019 mit mehreren tausend Teilnehmenden bei einer Demonstration und dem anschließenden Sommerfest auf die Rechte von LSBT*IQ aufmerksam gemacht hat. Das Coronavirus hat dem allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da das geplante Programm wegen der anhaltenden Pandemie nicht stattfinden kann, hat sich das Organisationsteam des Vereins „Warmes Wiesbaden e.V.“ Alternativen ausgedacht.

So wird die Wilhelmstraße ab dem 17. Mai für mehr als zwei Wochen mit Regenbogenfahnen beflaggt sein. Auch an anderen Stellen der Stadt wird in dieser Zeit das weltweite Symbol der queeren Community zu sehen sein und Sichtbarkeit sowie Solidarität signalisieren. Unter Einhaltung der Auflagen werden zudem kleine spontane Aktionen stattfinden, die vorab nicht angekündigt werden. (js)

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