Zustand kritisch: Hund bei über 30 Grad aus heißem Auto gerettet

Besitzerin war einkaufen

Zustand kritisch: Hund bei über 30 Grad aus heißem Auto gerettet

Die Wiesbadener Polizei hat vergangenen Donnerstag einen Hund aus einem überhitzten Auto gerettet. Die Besitzerin ließ das Tier bei über 30 Grad in ihrem Auto sitzen, während sie einkaufen ging. Das meldete die Polizei am Montagmittag auf Facebook.

Demnach sah eine Zeugin den Hund in einem Auto vor einem Einkaufsmarkt in der Äppelallee. Ein Fenster war zwar ein kleines Stück geöffnet, der Hund saß aber bereits hechelnd auf der Rückbank und reagierte nur noch auf Zuruf. Weil sie sich große Sorgen um das Tier machte, alarmierte sie sofort das 5. Polizeirevier. Bis die Beamten eintrafen, versuchte sie vergeblich, mit einer Durchsage im Markt die Besitzer zu finden.

Auch die Polizei konnte die Fahrzeughalter zunächst nicht finden. Eine zufällig vorbei gekommene Tierärztin sah sich den Hund an und stufte seinen Zustand als kritisch ein. Deshalb schlugen die Beamten das Fenster der Fahrertür mit einem Nothammer ein. Der Hund musste aus dem Auto gehoben werden und wurde vor Ort von der Tierärztin untersucht und mit Wasser versorgt.

Kurze Zeit später traf auch die gesuchte Hundehalterin ein. Sie gab an, Einkaufen gewesen zu sein. Gegen die 24-Jährige wurde eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz geschrieben. Auch das zuständige Veterinäramt wird von der Polizei über den Fall informiert.

Solche Vorfälle passieren immer wieder in Wiesbaden. Selbst ein Stellplatz im Schatten oder ein leicht geöffnetes Fenster sind kein ausreichender Schutz. Die Polizei bittet deshalb darum, dass sich Zeugen, die ein Tier an heißen Tagen in einem Auto entdecken, sofort an sie wenden. (nl)

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