Dauerhaft mit Dachgepäckträger unterwegs: Warum das keine gute Idee ist

Vollbepackt mit Koffer, Taschen, die den Urlaub schöner machen - so sieht die ideale Nutzung von Dachgepäckträgern aus. Doch wer seine Dachbox, ohne sie zu nutzen, einfach nur „spazieren“ fährt, dem entgeht mitunter bares Geld.

Dauerhaft mit Dachgepäckträger unterwegs: Warum das keine gute Idee ist

Wer in den Urlaub fährt, sein ganzes Gepäck aber nicht im Auto unterbringt, der kann beispielsweise einen Dachgepäckträger nutzen. Schon ab 200 Euro aufwärts gibt es solche Boxen, in denen unter anderem auch Ski oder sperriges Gepäck gelagert werden kann. Leserin Jela hat nun offenbar in Wiesbaden beobachtet, dass viele Autos dauerhaft mit Dachgepäckträgern unterwegs sind. Sie fragt nun, warum das so ist.

„Leerfahrten“ auf Dauer sehr teuer

Zu diesem Thema hat Merkurist beim ADAC angefragt. Klar wird dabei jedenfalls, dass es nicht wirklich ratsam ist, dauerhaft eine solche Box auf seinem Autodach „spazieren“ zu fahren - sofern diese Vorrichtung nicht durchgängig gebraucht wird.

Nach Einschätzung der Experten könnte es unter Umständen einfach daran liegen, dass sich einige Autofahrer scheuen, die Dachgepäckträger aus Bequemlichkeit wieder abzumontieren. Doch wer sich für diese Dauerlösung entscheidet, zahlt schon einmal drauf. Wie Cornelius Blanke vom ADAC Hessen erklärt, sorge das Zusatzgewicht für erhöhten Spritverbrauch. Bei höheren Geschwindigkeiten schlage dies noch mehr zu Buche. Zudem verschlechtere sich durch die Dachboxen die Aerodynamik des Fahrzeugs. Dies führe zu mehr Luftwiderstand und damit wiederum zu höherem Spritverbrauch. „Gerade in Zeiten hoher Spritpreise unnötig und teuer, vor allem auf längere Zeit“, so Blanke.

Doch diese „Leerfahrten“ haben noch weitere negative Auswirkungen. So bedeute der erhöhte Spritverbrauch gerade bei höherer Geschwindigkeit je nach Motor mehr Emissionen, so Blanke. Außerdem könnten sich Träger-Schrauben unter Umständen auf die Dauer auch etwas lockern, im Winter anrosten und dann wiederum beim Lösen Schwierigkeiten bereiten. Nicht zu unterschätzen sei zudem auch, dass höherwertige Dachboxen gestohlen werden könnten, erklärt der ADAC-Verantwortliche abschließend.

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