Das Wiesbadener Unwort des Jahres ist ...

Viele Dinge haben die Wiesbadener 2018 bewegt. Logisch, dass da nicht nur Erfreuliches dabei war. Wir wollten von Euch wissen, was Euer Unwort des Jahres ist. Hier kommt die Auflösung.

Das Wiesbadener Unwort des Jahres ist ...

Das Jahr ist fast vorbei. Zeit, Bilanz zu ziehen und die Ereignisse Revue passieren zu lassen. Wie jedes Jahr haben wir dazu eine Umfrage unter unseren Lesern gestartet. Wir haben Euch gefragt: Was ist Euer Unwort des Jahres 2018? Die Ergebnisse waren teils vorhersehbar, teils überraschend. Hier kommen Eure Unwörter von 2018.

Platz 3: Waffenverbotszone

Schon lange im Gespräch, ab dem 1. Januar dann endlich in der Umsetzung: Die Waffenverbotszone in der Wiesbadener Innenstadt. Doch scheinbar nur wenige von Euch fühlen sich dadurch sicherer als zuvor. In den sozialen Medien hagelte es Kritik und Spott für das Modell: „Kommt die arme Oma, die sich ein neues Küchenmesser gekauft hat, dann in den Knast?“, „Da werden die bösen Buben vor dem Schild mit der Aufschrift ‘Waffenverbotszone’ bestimmt umdrehen und sich besinnen“ und „Nur zwischen 21 und 5 Uhr? Also werden dann bald alle Straftaten mit Waffen erst ab 6 Uhr begangen, gut zu wissen“, waren nur drei Beispiele von vielen. Bei aller Ironie sollte jedoch klar sein, dass es den Verantwortlichen in erster Linie darum geht, mit der Verbotszone die Handhabe der Ordnungshüter — etwa für Personenkontrollen — auszubauen und durch Prävention Straftaten vorzugreifen.

Platz 2: Dieselfahrverbot

Kommt es? Kommt es nicht? Für wen gilt es? Und wo gilt es überhaupt? Das Dieselfahrverbot hängt wie ein Damoklesschwert über der Landeshauptstadt. Eigentlich hätte es auch schon längst eine Entscheidung darüber geben sollen — die wurde vom Wiesbadener Landgericht aber auf das nächste Jahr verschoben. Nun heißt es — nicht nur für Diesel-Fahrer — weiterhin Hoffen und Bangen. Kein Wunder, dass Euch das Thema 2018 so sehr genervt hat, dass es beinahe auf dem ersten Platz für unser Wiesbadener Unwort des Jahres gelandet wäre. Nicht vergessen sollte man aber, dass es bei der Klage der Deutschen Umwelthilfe nicht darum geht, uns den Spaß am Autofahren zu vermiesen, sondern lediglich darum, geltendes Recht durchzusetzen und die Luft für uns alle etwas besser werden zu lassen — oder wenigstens nicht noch schlechter.

Platz 1: CityBahn

Und auch auf dem ersten Platz steht ein Thema, das viel diskutiert wurde und wird. Und auch hier ist noch nicht klar, ob und wie es am Ende realisiert wird: die CityBahn. Streckenführung, Oberleitungen, Schotterbett, Bäume, die gefällt werden müssen — an diesen Punkten scheiden sich die Geister. Und es streiten sich die Wiesbadener. Vielen fällt das sachliche Argumentieren bei diesem Thema schwer, zu emotional ist die Diskussion mittlerweile aufgeladen.

Doch noch ist noch nicht einmal klar, ob das Mammutprojekt CityBahn überhaupt realisiert wird. Darüber sollen die Wiesbadener in einem Bürgerentscheid abstimmen können. Auch Details zu Streckenführungen und anderen Punkten sind noch nicht final festgelegt. Da das Projekt die Wiesbadener aber noch lange begleiten wird, könnten wir auch in den kommenden Jahren das Wort CityBahn wieder ganz oben im Ranking um das „Wiesbadener Unwort“ wiederfinden. (js)

Hier könnt Ihr noch einmal im Detail sehen, wie welches Wort abgeschnitten hat:

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