Das Wiesbadener Unwort des Jahres ist...

2019 war ein bewegendes Jahr. Die Wiesbadener haben viel erlebt — nicht nur Positives ist dabei in Erinnerung geblieben. Wir haben Euch gefragt, was das Wiesbadener Unwort des Jahres 2019 ist.

Das Wiesbadener Unwort des Jahres ist...

2019 ist so gut wie vorbei. Die Wiesbadener blicken auf ein spannendes Jahr zurück. Oberbürgermeister-Wahlkampf, Verkehrschaos, Staus und E-Roller — es ist viel passiert. Nicht nur Gutes bleibt von 2019 im Gedächtnis. Daher haben wir Euch gefragt, was Euer Wiesbadener Unwort des Jahres ist. Die Ergebnisse waren teils vorhersehbar, teils überraschend. Hier kommen die Top-3-Unwörter 2019 aus Wiesbaden.

Platz 3:

Auf dem dritten Platz ist das Wort Waffenverbotszone gelandet. Lange geplant, wurde sie am 1. Januar des Jahres schlussendlich umgesetzt. Wer in bestimmten Bereichen der Innenstadt oder dem Westend zwischen 21 Uhr und 6 Uhr mit einer Waffe oder einem waffenähnlichen Gegenstand unterwegs ist, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. Polizei und Stadtpolizei dürfen außerdem Passanten im Bereich der Zone kontrollieren. Vielen von Euch ging das auf die Nerven, viele zweifeln auch an dem Nutzen, den eine Verbotszone mit sich bringt. Und für 21 Prozent von Euch ist die Waffenverbotszone sogar das Wiesbadener Unwort des Jahres. Die Stadtpolitik ist überzeugt von ihrem Projekt, sodass es auch im nächsten Jahr weiterhin zu Kontrollen und Bußgeldern kommen wird.

Platz 2:

Auch der zweite Platz wird von einem neuen Phänomen in Wiesbaden belegt, auch wenn dieses erst deutlich kürzer in der Stadt angekommen ist als die Waffenverbotszone. 26 Prozent von Euch halten E-Roller für das Wiesbadener Unwort des Jahres. Dabei läuft es in Wiesbaden — wenn man nur die Unfall- und Beschwerdezahlen betrachtet — verhältnismäßig gut. In anderen Großstädten herrscht deutlich mehr Chaos. Auch, weil in Wiesbaden „nur“ zwei Anbieter auf dem Markt sind. Und trotzdem: Rücksichtslose Rollerfahrer und mehr als unpraktisch geparkte Zweiräder auf Gehwegen oder in der Fußgängerzone nerven!

Platz 1:

Unangefochtener Spitzenreiter ist in diesem Jahr die Salzbachtalbrücke. Und das — was sollen wir sagen? — völlig zurecht! Nach einem Montagefehler schickte sich die Brücke an, den Weg der Schiersteiner Brücke zu gehen und kurzerhand für wochenlanges Verkehrschaos zu sorgen. Und auch nachdem sich die Situation nach einigen Wochen etwas entspannt hatte — so richtig flüssig lief der Verkehr monatelang nicht mehr. Mittlerweile ist durch die Wechselverkehrsführung wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt. Aber alleine das Wort „Salzbachtalbrücke“ sorgt bei vielen von Euch für Angstschweiß. Zu präsent sind die Erinnerungen noch. Egal ob als direkt Betroffener, der über die Brücke muss, oder als Biebricher, der durch die Umwege der Autofahrer im Verkehrschaos erstickte. Deutliche 43 Prozent von Euch finden: Das Wiesbadener Unwort des Jahres heißt Salzbachtalbrücke! (js)

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