Wiesbadener Traditionslokal schließt endgültig

Nach 42 Jahren schließt das Traditionslokal Sherry & Port nun endgültig seine Türen. Der Abschied findet nun jedoch ein halbes Jahr später als geplant statt.

Wiesbadener Traditionslokal schließt endgültig

Eigentlich sollte das „Sherry & Port“ in der Adolfsallee bereits im April schließen, kurz nach der Jubiläumsfeier – so jedenfalls waren die Gerüchte. Doch dann stellte sich heraus, dass der Termin erst Monate später sein wird.

Doch nun steht endgültig fest: „Last Order ist am 5. November 2022“, teilen die Betreiber am Freitag mit. An dem Tag werde es eine große „Closing Party“ geben. „Kommt gerne einfach vorbei und lasst uns gemeinsam einen schönen letzten Abend genießen. Wir freuen uns auf viele bekannte Gesichter!“ Grund für die Schließung sei ein Mietvertrag, der nach Jahrzehnten auslaufe und „das Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter nicht schlechter sein könnte“, gaben die Betreiber, Familie Royko, bereits im März bekannt (wir berichteten).

Kein „Sherry II“

Überlegungen, das Lokal an einem anderen Ort wieder zu eröffnen, hätten sich nicht „richtig angefühlt“, so Gerd Royko nun. „Lebt dieser Ort doch von dem besonderen Haus, der Allee und dem Brunnen vor dem Tore.“ Außerdem, so Royko, hätte ein Sherry II wahrscheinlich keine Chance, die 42 Jahre „ausgetretenen großen Fußstapfen auszufüllen“. Der „Caspar Garten“ jedoch werde weiter bestehen bleiben. Auch das „Château Nero“ auf dem Neroberg, das die Familie Royko gemeinsam mit Linda Zimmermann von der Bar „Heaven“ betreibt, werde im kommenden Sommer wieder öffnen. „Nicht ausgeschlossen“ sei es zudem, dass es noch einmal ein „Ramen & Riesling“-Revival geben werde.

Bei einem Flohmarkt am 10. und 11. Dezember können die ehemaligen Gäste außerdem Erinnerungsstücke erwerben. Stattfinden wird er zwischen 12 und 18 Uhr. Auch limitierte digitale Illustrationen von Alexander Hodges können bestellt werden. Diese sind aktuell im „Sherry & Port“ ausgestellt.

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