Diese Wiesbadener Gastronomien haben 2022 endgültig geschlossen

In der Wiesbadener Gastronomie war in diesem Jahr viel los. Einige Gastronomien haben für immer geschlossen. Wir geben euch einen Überblick.

Diese Wiesbadener Gastronomien haben 2022 endgültig geschlossen

Gleich mehrere Lokale haben im Jahr 2022 für immer geschlossen. Wir geben euch einen Überblick darüber, auf welche Restaurants, Cafés und Kneipen ihr nun verzichten müsst.

Weinbar 38

Vor drei Jahren eröffnete die „Weinbar 38“ im ehemaligen „Strandhus Sylt“ in der Taunusstraße. Statt Matjes und Schollenfilet gab es nun vor allem Wein und moderne deutsch-mediterrane Küche. Die hellen Wände bekamen einen anthrazitfarbenen Anstrich, Holzstühle wichen schwarzen Ledersesseln und auch der weiß-rote Strandkorb vor dem Lokal verschwand. Obwohl das Konzept ein ganz anderes wurde, blieben die Besitzer dieselben.

Doch im Herbst 2022 hat auch die „Weinbar 38“ geschlossen. „Nach fünf erfüllten Jahren voller schöner Momente, toller Gespräche, neuer Freundschaften und kulinarischen Erlebnissen verabschiede ich mich aus der Taunusstraße: Ab September 2022 bleibt die Weinbar 38 geschlossen und ich freue mich nun auf neue Abenteuer“, schrieb Inhaberin Susanne Wenzel auf Facebook.

Sherry & Port

Eigentlich sollte das „Sherry & Port“ in der Adolfsallee bereits im April schließen, kurz nach der Jubiläumsfeier – so jedenfalls lauteten die Gerüchte. Doch dann stellte sich heraus, dass der Termin erst Monate später sein wird.

Dann aber kam die traurige Nachricht doch noch: „Last Order ist am 5. November 2022“, teilten die Betreiber mit. An dem Tag gab es eine große „Closing Party“. Grund für die Schließung war der Mietvertrag, der nach Jahrzehnten auslaufe, und dass „das Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter nicht schlechter sein könnte“. Überlegungen, das Lokal an einem anderen Ort wieder zu eröffnen, hätten sich nicht „richtig angefühlt“, so Inhaber Gerd Royko.

Der „Caspar Garten“ bleibt jedoch weiter bestehen. Auch das „Château Nero“ auf dem Neroberg, das die Familie Royko gemeinsam mit Linda Zimmermann von der Bar „Heaven“ betreibt, werde im kommenden Sommer wieder öffnen. „Nicht ausgeschlossen“ sei es zudem, dass es noch einmal ein „Ramen & Riesling“-Revival geben werde.

Sushileecious

Nach immerhin elf Jahren hat 2022 das Wiesbadener Sushi-Restaurant „Sushileecious“ in der Rheinstraße geschlossen. „Die Corona-Pandemie hat der Gastronomie sehr geschadet“, erklärte Betreiber Niklas Lee gegenüber Merkurist. Wie viele andere Restaurantbetreiber habe er große Mühe gehabt, den Betrieb aufrechtzuerhalten. „Besonders, weil wir in den Monaten davor sehr viel im Restaurant erneuert und investiert hatten.“

Bereits Anfang des Jahres hatte er sich dazu entscheiden, das Restaurant an einen Nachfolger abzugeben. Leicht sei ihm diese Entscheidung nicht gefallen. „Das Restaurant war wie mein Baby. Mein Team und ich hatten uns sehr um die Gäste gekümmert. Viele sind nicht nur gute Kunden von uns. Viele davon sind auch unsere Freunde geworden.“ Etliche Gäste kamen laut Lee aus anderen Städten, um bei ihm zu essen.

Ende März dann hatte eine neue Inhaberin übernommen, Lees Restaurantleiter blieb aber noch bis Mitte August. „Wir konnten uns schwer von Wiesbaden, von unserem Team und von unseren Kunden trennen.“ Doch der Erfolg blieb aus, sodass die neue Betreiberin ein paar Monate später endgültig schließen musste. Niklas Lee indes hat sich inzwischen in Frankfurt mit einer kleinen Sushibar niedergelassen. „Takahumi Sushi“ befindet sich im Untergeschoss der Hauptwache.

Restaurant Athen

35 Jahre lang gab es das Biebricher „Restaurant Athen“ in der Äppelallee. Wegen eines Trauerfalls in der Familie sei es nicht mehr möglich gewesen, das Restaurant zu öffnen, teilten die Betreiber im Herbst mit. „Wir haben uns bemüht, in der Zeit einen Nachfolger zu finden, aber leider kam es nicht zu einer Einigung“, hieß es in einem Facebook-Post. „Mit großem Bedauern möchten wir Euch deshalb mitteilen, dass das Restaurant Athen nach über 35 Jahren für immer schließt.“ Die Familie Zafiris bedankte sich für das Vertrauen und die Treue ihrer Gäste.

Pastamanufaktur

„Mir tut es sehr, sehr weh, dass ich diesen Schritt machen muss. Es war wirklich mein Baby“, sagte Francesco Urso gegenüber Merkurist. Sein Baby war die Pastamanufaktur in Biebrich, in der er seit Januar 2020 erst Pasta und dann auch Steinofenpizza servierte. Der schwere Schritt, den er gehen musste, ist die Schließung seines Lokals. Am 15. August öffnete die Pastamanufaktur in der Breslauer Straße zum letzten Mal ihre Türen. Gründe für die Schließung seien zunächst die Pandemie, dann Krieg in der Ukraine und die folgende hohe Inflation und die steigenden Energiepreise gewesen.

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