Bekommt Wiesbaden einen Wasserspielplatz?

Trotz Hitze müssen die Wiesbadener Kinder auf einen Wasserspielplatz verzichten. Doch im Stadtteil Medenbach ist eine Anlage mit Pumpen und Co. geplant.

Bekommt Wiesbaden einen Wasserspielplatz?

Rutsche, Schaukel und Sandkasten sind Klassiker auf dem Spielplatz. Doch gerade an den heißen Tagen wünschen sich viele Kinder kühles Nass in der Sonne. Während in Wiesbadens Nachbarstadt Mainz gleich vier Wasserspielplätze im Sommer zur Verfügung stehen, gibt es in der hessischen Landeshauptstadt aber nur einzelne Spielgeräte mit Pumpen.

Matsch statt Wasser

„Warum gibt es in Wiesbaden keine Wasserspielplätze?“ - Merkurist-Leserin Diana

„Warum gibt es in Wiesbaden keine Wasserspielplätze?“ fragt auch Merkurist-Leserin Diana in einem Snip. Spielgeräte wie in der Fasanerie empfindet sie nämlich eher als „Matsch“-Plätze. Stattdessen wünscht sie sich für die Wiesbadener Kinder sprudelnde Plätze zum Abkühlen.

Dass diese grundsätzlich sehr beliebt sind, weiß Felix Weidner, technischer Referent vom Dezernat für Umwelt, Grünflächen und Verkehr in Wiesbaden. Und er hat eine gute Nachricht für alle Kinder: „Zur Zeit wird in Wiesbaden-Medenbach eine kleinere Variante eines Wasserspielplatzes mit verschiedenen Wasserspielgeräten und Matschmöglichkeiten gebaut.“

Teure Sauberkeit

„Die Kosten sind relativ hoch.“ - Felix Weidner, Stadt Wiesbaden

Größere Anlagen, wie etwa im Mainzer Volkspark, seien in Wiesbaden aber nicht geplant. „Die Kosten für eine derartige Anlage sind in Bau und Unterhaltung relativ hoch. Die dafür erforderlichen Mittel sind aktuell im Budget nicht vorhanden beziehungsweise würden zulasten der anderen Spielplätze gehen“, erklärt er.

Vor allem die technischen Anlagen, die für Aufbereitung des verwendeten Wassers notwendig sind, seien zu teuer. Denn nach Vorgaben des Gesundheitsamtes darf ein Wasserspielplatz nicht etwa mit Regenwasser versorgt werden. Stattdessen muss Trinkwasser durch die Leitungen fließen. Und auch diese müssen hygienische Anforderungen erfüllen und deshalb regelmäßig gewartet und gereinigt werden.

Neue Pläne

In den neuen Platz in Medenbach habe die Stadt 90.000 Euro investiert. „Im oberen Teil des neuen Wasserspielplatzes können die Kinder das Wasser über Wasserspender, eine Wipp-Saug-Pumpe und Spritzdüsen zum Laufen bringen. Das Wasser fließt über eine gepflasterte Fläche mit integriertem Bachlauf“, erklärt Weidner die Anlage. Außerdem können dort Kinder auf Natursandsteinen balancieren, währen das Wasser um ihre Füße fließt.

Matsch soll es auf der neuen Anlage auch geben - allerdings in einem anderen Bereich des Geländes. Dort endet der künstliche Bachlauf in einem Sandbecken. Dort können die Kinder über ein Klappensystem das Wasser direkt hinleiten.

Weitere Spielplätze mit einzelnen Wasserspielgeräten gibt es in Wiesbaden unter anderem in der Fasanerie, auf dem Alten Friedhof und im Dammbachtal.

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