Trotz gutem Wetter: Deshalb sind die Freibäder schon geschlossen

Immer wieder fragen sich Freibadfans, warum die Bäder in Wiesbaden nicht länger geöffnet sind. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

Trotz gutem Wetter: Deshalb sind die Freibäder schon geschlossen

Es ist September und das Thermometer klettert nicht selten immer noch auf Temperaturen über 25 Grad. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen hat Mattiaqua in diesem Jahr die Freibadsaison verlängert — zumindest in einem Freibad. Der Außenbereich des Frei- und Hallenbades „Kleinfeldchen“ im Rheingauviertel blieb noch bis zum 18. September geöffnet und damit länger als die anderen Bäder.

Einige Wiesbadener scheinen aber noch immer nicht genug zu haben. Sie würden gerne noch einige Bahnen ziehen, bevor es in den Winter geht und fragen sich, warum die Bäder nicht noch etwas länger geöffnet bleiben.

Es gibt mehrere Gründe

Diese Frage kommt tatsächlich immer wieder auf, wenn sich die Freibadsaison dem Ende zuneigt. Wie Thomas Baum, Betriebsleiter des Bäderbetriebs Mattiaqua bereits in der Vergangenheit gegenüber Merkurist erklärte, gibt es darauf gleich mehrere Antworten. Zum einen beobachte man jedes Jahr, dass der Besucherstrom Ende August wieder zurückgehe. „Die besten Tage haben wir meist im Juli, im September ist die Resonanz nicht mehr so groß.“ Im Opelbad habe man im September bislang regelmäßig rund 80 bis 250 Besucher gezählt. „Das zeigt, dass das Interesse der Badegäste zurückgeht“, so Baum.

Schwierig sei es auch, die Mitarbeiter, die über Saisonverträge verfügen, bis zum Ende weiterzubeschäftigen. Denn wenn der Dienst im laufenden Betrieb zu Ende ist, gilt das noch lange nicht für andere, dann anstehende Arbeiten. Wenn die Freibäder zu sind, werden sie winterfest gemacht, sagt Baum. So gelte es, die Leitungen für den Frostschutz leerlaufen zu lassen, die Liegewiesen freizuräumen und das Bad im Winter gegen Einbrüche zu sichern.

Hallenbäder sind wieder geöffnet

Ganz auf das Schwimmen verzichten müssen die Wiesbadener aber auch im Rest des Jahres nicht. Mit dem Ende der Freibadsaison öffnen schließlich die Hallenbäder. Das Hallenbad Kleinfeldchen hat seit dem 14. September wieder seine Pforten geöffnet. Aufgrund des Zwei-Schicht-Betriebs und der limitierten Besucherzahlen müssen sich Besucher ein E-Ticket auf der Webseite von Mattiaqua kaufen. Auch im Hallenbad Kostheim muss man vorab ein Ticket kaufen. Im Freizeitbad Mainzer Straße verzögern sich die Umrüstungsarbeiten zum E-Ticketing. Dort kann man also vor Ort an der Tageskasse Eintrittskarten kaufen. (ts)

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