Hessen verschärft Corona-Regeln

Quarantänezeiten werden verkürzt

Hessen verschärft Corona-Regeln

Wegen der Omikron-Variante und steigender Fallzahlen verschärft das Land Hessen die Corona-Regeln. Die neuen Maßnahmen gelten ab heute, den 17. Januar.

Die neuen Regeln in der Übersicht

  • Quarantänedauer wird verkürzt (siehe unten)

  • Hessenweite Einführung der 2G-Plus-Regel in der Innengastronomie (2G in der Außengastronomie) – unabhängig von der Inzidenz

  • Angleichung der maximalen Veranstaltungsgrößen auf 1000 Teilnehmer im Freien; bislang war dies auf 250 begrenzt. In Innenräumen bleibt es bei maximal 250 Teilnehmern.

  • Auch geimpfte und genesene Schüler können jetzt an allen regelmäßigen Schülertestungen teilnehmen und den Status von 2G-Plus erreichen.

  • Empfehlung zum Tragen von FFP2-Masken beim Einkaufen, in Geschäften und bei der Nutzung des Öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs (ÖPNV).

Zugang zu 2G-Plus-Veranstaltungen haben jetzt Personen mit folgendem Nachweis:

  • doppelt geimpft und getestet

  • genesen und getestet

  • dreifach geimpft (geboostert)

  • genesen und doppelt geimpft

  • doppelt geimpft und genesen (neu)

  • geimpft, genesen, geimpft (neu)

  • frisch doppelt geimpft (maximal drei Monate, ab dem Tag der Zweitimpfung) (neu)

  • frisch genesen (maximal drei Monate, ab dem Tag des positiven PCR-Tests) (neu)

  • genesen und frisch einmal geimpft (max. 3 Monate, ab dem Tag der Impfung) (neu)

Ausnahmen:

  • Kinder bis zur Einschulung (keine Testnotwendigkeit)

  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre sowie Personen, die sich nicht impfen lassen können, benötigen einen aktuellen Test oder ein Testheft.

  • Doppelt geimpfte oder genesene Schülerinnen und Schüler, mit Testheft

Neue Quarantäneregelungen für Infizierte, Haushaltsangehörige und Kontaktpersonen:

  • keine Unterscheidung mehr zwischen Omikron- und Deltavariante

Regeln zur Isolation von Corona-Infizierten (unabhängig vom Impfstatus) mit positivem Schnell- oder PCR-Test:

  • Zehn Tage Isolation. Eine Anordnung des Gesundheitsamts ist nicht notwendig.

  • Eine Freitestung nach sieben Tagen ist möglich durch einen Schnelltest bei einer Teststelle oder einen PCR-Test.

  • Für Beschäftigte in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen gelten Sonderregeln: Eine Arbeitsaufnahme ist nur nach Freitestung mit einem PCR-Test möglich (nach sieben Tagen). Voraussetzung dafür ist, dass man mindestens 48 Stunden symptomfrei ist.

Regeln zur Quarantäne von Haushaltsangehörigen von Corona-Infizierten:

  • Grundsätzlich gelten zehn Tage Quarantäne, eine Anordnung des Gesundheitsamts ist nicht notwendig.

  • Eine Freitestung ist nach sieben Tagen mit einem Schnelltest durch eine Teststelle oder einen PCR-Test möglich.

  • Schüler sowie Kleinkinder können sich bereits nach fünf Tagen freitesten lassen.

Von der Quarantäne als Haushaltsangehörige befreit sind Personen mit folgendem Nachweis:

  • dreifach geimpft (geboostert)

  • genesen und doppelt geimpft

  • doppelt geimpft und genesen

  • geimpft, genesen, geimpft

  • frisch doppelt geimpft (maximal drei Monate, ab dem Tag der Zweitimpfung)

  • frisch genesen (maximal drei Monate, ab dem Tag des positiven PCR-Tests)

  • genesen und frisch einmal geimpft (maximal drei Monate, ab dem Tag der Impfung)

Regeln zur Quarantäne weiterer Kontaktpersonen von Corona-Infizierten:

  • Diese Anordnung erfolgt ausschließlich durch das Gesundheitsamt.

  • Grundsätzlich gelten die Quarantäneregeln und Ausnahmen wie bei Haushaltsangehörigen.

Wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagt, stiegen zwar die Inzidenzzahlen, gleichzeitig bleibe die Situation in den Krankenhäusern weitgehend stabil, die Zahl der Intensivpatienten sinke derzeit sogar leicht. „Daher können wir es verantworten, die Quarantäneregelungen – wie in der MPK vereinbart – anzugleichen und zu verkürzen und frühere Freitestungen zu ermöglichen“, so Bouffier. „Damit verfolgen wir nicht zuletzt das Ziel, dass trotz hoher Infektionszahlen insbesondere die kritische Infrastruktur in unserem Land weiter funktioniert. Denn aufgrund der schnellen Verbreitung der Omikron-Variante drohen in vielen wichtigen Bereichen wie der Polizei, der Feuerwehr, der Strom- und Gasversorgung Personalengpässe.“

Die aktuelle Coronavirus-Schutzverordnung ist gültig bis zum 10. Februar 2022.

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