Weltkriegsbombe in Wiesbaden gefunden: Evakuierung am Mittwoch

Ein 500-Kilo-Bombenfund in Wiesbaden-Erbenheim sorgt für eine große Evakuierung. Auch die Autobahn A66 ist von der Sperrung für die Entschärfung am Mittwoch betroffen.

Weltkriegsbombe in Wiesbaden gefunden: Evakuierung am Mittwoch

In Wiesbaden-Erbenheim ist am Dienstagnachmittag eine 500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe gefunden worden. Das meldet die Landeshauptstadt Wiesbaden.

Die amerikanische Fliegerbombe wurde bei Sondierungsarbeiten für den Straßenbau im Bereich der Zufahrt von der Bundesstraße 455 zur Lucius D. Clay Kaserne entdeckt. Die Entschärfung oder eine kontrollierte Sprengung ist für Mittwoch, den 13. Mai, um 11 Uhr geplant.

Für die Maßnahme ist eine Evakuierung in einem Umkreis von rund 700 Metern um den Fundort notwendig. Etwa 50 Anwohner müssen den Bereich bis Mittwochmorgen um 9 Uhr verlassen haben. Auch zahlreiche Straßen, Feldwege und Bahnstrecken in dem Evakuierungsbereich werden gesperrt. Betroffen sind unter anderem die A66 zwischen Erbenheim und Nordenstadt, die B455 und die Bahntrasse Wiesbaden-Köln. Die A66 wird in dem genannten Abschnitt ab 10:30 Uhr gesperrt. Auch im Busverkehr kommt es zu kleineren Einschränkungen.

Bürgertelefon und Betreuungsstelle eingerichtet

Die Stadt hat für Fragen zur Evakuierung ein Bürgertelefon unter der Nummer (0611) 318080 eingerichtet. Dieses ist am Dienstagabend bis 24 Uhr und am Mittwoch ab 7 Uhr bis zum Ende der Maßnahmen erreichbar. Die Notrufnummern 110 und 112 sollen für diesen Zweck nicht genutzt werden.

Einwohner müssen die Sperrzone selbstständig verlassen. Wer nicht bei Familie oder Freunden unterkommen kann, findet in der Johanniter Rettungswache in der Wiesbadener Landstraße 80-82 in Amöneburg eine Betreuungsstelle. Die Bombe ist derzeit gesichert und wird bewacht. Einsatzkräfte von Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und dem Kampfmittelräumdienst sind im Einsatz.