Salzbachtalbrücke soll bald wieder dreispurig werden

Die durch einen Bauunfall verursachte Engstelle an der A66 könnte bald Geschichte sein. Ab dem Spätsommer soll ein zusätzlicher Fahrstreifen für Entlastung sorgen.

Salzbachtalbrücke soll bald wieder dreispurig werden

Es war keine schöne Nachricht für viele Wiesbadener Pendler, welche die Verkehrsbehörde Hessen Mobil Anfang Juni verkündete. Auf der durch eine Baustelle ohnehin schon verengten Salzbachtalbrücke an der A66, waren ab sofort nur noch insgesamt zwei Fahrspuren freigegeben, dazu wurde der Verkehr für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 7,5 Tonnen vollständig verboten.

Drei Spuren ab Spätherbst

Grund dafür war das Ergebnis einer Prüfung, die Hessen Mobil nach einem Bauunfall Anfang des Jahres angeordnet hatte. Diese hatte empfohlen, die Brücke durch die Schäden nicht weiter zu belasten. Jetzt können die Pendler aber — zumindest vorläufig — wieder etwas aufatmen. Wie Hessen Mobil auf Anfrage von Merkurist mitteilt, soll demnächst wieder eine dritte Fahrspur freigegeben werden.

„Nach wie vor gehen wir davon aus, dass die Wechselverkehrsführung im Spätsommer oder Frühherbst eingerichtet sein wird“, erklärt Stefan Hodes von Hessen Mobil. Im Zuge dessen soll der Verkehr auf die Nordhälfte der Brücke verlagert werden. Das stellte die Verkehrsbehörde vor einige Herausforderungen, wie Hodes erklärt: „Aufgrund des bei den Arbeiten entstandenen Schadens ist es erforderlich, vor Verkehrsumlegung diesen Schaden am Nord-Überbau mittels Kleben von Stahlbändern zu kompensieren.“ Die Vorbereitungen dazu seien bereits abgeschlossen. Dann wird es auf der Autobahnbrücke wieder eine Wechselspurführung geben, bei der der dritte Fahrstreifen abwechselnd in Fahrtrichtung Frankfurt und Rüdesheim freigegeben wird.

Lkw-Umleitung

Durch die Verengung auf zwei Fahrspuren seit Anfang Juni sei es laut Hodes zwischen dem Schiersteiner Kreuz und der Abfahrt Erbenheim immer wieder zu Verkehrsbehinderungen gekommen. Während der Urlaubszeit sei dies aber durch den geringeren Pendlerverkehr weniger heftig aufgetreten. Durch die Sperrung auf der Brücke sind Lkw-Fahrer darauf angewiesen, weitreichende Umleitungen zu fahren. Das führte im Wiesbadener Stadtgebiet, etwa auf der Äppelallee und der Kasteler Straße, immer wieder zu Staus. Hessen Mobil weist darauf hin, dass die Missachtung des Fahrverbotes auf der Brücke für Lkw mit einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro sowie 2 Monaten Fahrverbot geahndet wird. (ts)

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