Autobahn bei Medenbach war nach Unfall mit vier Fahrzeugen vollgesperrt

Beteiligter entfernt sich von Unfallstelle und liest Zeitung in Rastanlage

Autobahn bei Medenbach war nach Unfall mit vier Fahrzeugen vollgesperrt

Wegen eines Verkehrsunfalls mit vier beteiligten Fahrzeugen am Samstagmorgen musste die A3 voll gesperrt werden. Verletzt wurde niemand, aber einer der Beteiligten verließ unter einem Vorwand die Unfallstelle. Die Polizei fanden ihn in einer Raststätte — Zeitung lesend.

Wie die Beamten mitteilen, wollte ein 25-jähriger BMW-Fahrer gegen 8:05 Uhr auf der A3 Richtung Köln kurz vor der Raststätte Medenbach den Fahrstreifen wechseln. Dabei übersah er den Ford eines 52-Jährigen. Der 25-Jährige krachte auf das Heck des 52-Jährigen, der durch die Wucht des Aufpralls nach rechts geschleudert wurde und dort mit dem Kleinlaster eines 56-Jährigen zusammenstieß. Auch der Kleinlaster geriet ins Schleudern und landete schließlich in der Mittelleitplanke.

Obwohl die Kollisionen der Fahrzeuge derart heftig waren, dass sogar noch ein Trümmerteil das Auto eines 45-Jährigen traf, blieben alle Fahrer unverletzt. Das Teilstück der A3 musste wegen der zerstörten Fahrzeuge und der Trümmerteile trotzdem für eine Stunde voll gesperrt werden. Dadurch bildete sich ein mehrere Kilometer langer Rückstau. Außerdem entstand ein Sachschaden von 26.700 Euro.

Kurios: Der 52-Jährige Unfallbeteiligte entfernte sich unter dem Vorwand, sich dringend erleichtern zu müssen, von der Unfallstelle. Nach kurzer Suche fand die Polizei den Mann im Restaurant der Rastanlage. Dort las er seelenruhig Zeitung. Als Grund für seine Flucht von der Unfallstelle räumte er ein, nie einen Führerschein gehabt zu haben. Die illegale Fahrt mit dem Auto seiner Ehefrau erklärte er damit, seine neue Liebe besucht zu haben. (rr)

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