Wusstest Du schon, dass Wiesbaden..?

Eine berühmte Schriftart, ein kurioser Gerichtsfall und eine spektakuläre Hochzeitslocation: Wir haben 5 interessante Fakten zu Wiesbaden gesammelt, die nicht jeder kennt.

Wusstest Du schon, dass Wiesbaden..?

Wiesbaden ist die Stadt der Reichen, Heimat des Henkell-Sekts und sogar Dostojewski hat hier schon sein Geld in der Spielbank verpulvert– so viel dürften die meisten Wiesbadener und auch einige Auswärtige über die Stadt wissen. Andere Fakten rund um die Stadt sind dagegen weniger bekannt. Wusstet Du schon, dass...

… eine ziemlich berühmte Schriftart aus Wiesbaden kommt?

Duplo, Milka oder Jacobs Kaffee: Diese und noch einige weitere Marken haben ihre Produkte schon mal mit einer Schriftart bedruckt, die im Herzen von Biebrich entstanden ist. Die Typografin Rosemarie Kloos-Rau kreierte die Schriftart namens „Wiesbaden Swing“ im Jahr 1992. Seitdem taucht die Schriftart immer wieder auf: in Plakatwerbung, auf Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen oder auf Grußkarten.

Sogar in der Quizshow „Gefragt, gejagt“ hatte „Wiesbaden Swing“ einen Gastauftritt. Bei der Frage, um was es sich handelt, standen neben der Schriftart auch noch die Antwortmöglichkeiten „Turniertanz“ und „Thermalwasser“ zur Auswahl.

… ein kurioser Straßenkreide-Fall in Wiesbaden verhandelt wurde?

Vor einigen Jahren wurde vor dem Wiesbadener Amtsgericht ein recht kurioser Fall verhandelt - es ging um Straßenkreide. Ein kleiner Junge hatte den Boden vor dem Hauseingang mit den wasserlöslichen Kreiden bemalt - ganz zum Missfallen des Vermieters. Der griff zum Hochdruckreiniger und stellte der Mutter des Kindes die Kosten von 44,08 Euro in Rechnung.

Die Mutter wehrte sich, zog vor Gericht. Die Richter gaben ihr recht - die Aktion sei vom Vermieter ziemlich unangemessen gewesen. Statt „mit Kanonen auf Spatzen“ zu schießen, solle er doch einfach den nächsten Regen abwarten.

… die Kurhauskolonnaden mal anders hießen?

Mit 129 Metern Länge sind die Kurhauskolonnaden die längste Säulenhalle in Europa. Doch nicht immer waren die Kolonnaden nach dem Kurhaus benannt. So hießen sie Ende des 19. Jahrhunderts Theaterkolonnaden - denn ein Zugang dort führte in das neue königliche Hoftheater.

Einige Zeit später gab es dann noch einen neuen Namen: die Brunnenkolonnade. Denn 1937 wurden die Kurhauskolonnaden umgestaltet, bekamen unter anderem eine 1,5 Kilometer lange mit Porzellan ausgekleidete Leitung gelegt. In diesem neuen „Trinkkurzentrum“ wurde dann das Wasser aus dem Kochbrunnen ausgeschenkt.

… in Biebrich zwei Jahre lang ein verlorenes Auto stand?

Ein Ausflug nach Wiesbaden zum Einkaufen ist doch ganz schön - das dachte sich 2013 eine 83-jährige Dame. Das Problem: Nach ihrer Einkaufstour konnte sie sich partout nicht daran erinnern, wo sie ihr Auto abgestellt hatte. Auch die Polizei wurde trotz Suchmaßnahmen nicht fündig.

Tatsächlich dauerte es am Ende zwei Jahre, bis der Wagen wiedergefunden wurde. Anfang 2015 fiel im Stadtteil Biebrich ein Wagen ohne Nummernschild auf dem Gelände eines Supermarktes auf. Die Polizei überprüfte das Auto und stellte fest: Es ist das vermisste Gefährt der alten Dame. Ein Happy-End gab es für Auto und Besitzerin aber leider nicht. Die Frau war, so teilte es die Polizei mit, in der Zwischenzeit verstorben.

… man in der Nerobergbahn heiraten kann?

Mit der Bummelbahn hoch auf den Neroberg: Das ist besonders bei Touristen beliebt, hat man doch von oben einen tollen Blick über die ganze Stadt. Wer gar nicht genug vom Bähnchen und dem Ausblick auf dem Berg bekommen kann, der hat die Möglichkeit, noch einen Schritt weiterzugehen. Denn Liebespaare können sich in der Nerobergbahn das Ja-Wort geben.

Auf der Sonderfahrt im „Hochzeitswagen“ ist Platz für rund 30 Personen, schreibt die Stadt Wiesbaden auf ihrer Website. Am schönsten Aussichtspunkt hält die Bahn dann für die Zeremonie an. Der Spaß hat allerdings seinen Preis: 385 Euro extra kostet die Trauung im Bähnchen. (js)

Logo