Wie die umgestaltete Schwalbacher Straße in Wiesbaden aussehen wird, können sich Interessierte seit Donnerstag (26. August) in einer 360°-Ansicht im Internet ansehen. Das teilt die Landeshauptstadt Wiesbaden mit.
Von drei Standorten aus – Rheinstraße, Luisenforum und vor dem ehemaligen Kaufhof – lässt sich virtuell erkunden, wie sich die Straße verändern wird. Der Fokus liegt dabei auf dem künftigen Gehweg, der etwa dreimal so breit werden soll wie heute.
Geplant sind außerdem zusätzliche Bäume sowie Sitz- und Spielgelegenheiten. Unter dem Übergang des Luisenforums wird zudem eine neue barrierefreie Bushaltestelle errichtet. Die Ansichten der Geschäfte und Restaurants sind laut Stadt nur beispielhaft.
„Blick in die Zukunft“
„Der Baubeginn für die Neugestaltung der Schwalbacher Straße steht bevor, und wir erleben schon heute ein großes Interesse von Bevölkerung und Gewerbetreibenden“, so Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne). „Die üblichen Planzeichnungen sind eher technisch geprägt und nicht für jedermann leicht erfassbar. Für einen realistischen und lebendigen Blick in die Zukunft haben wir deshalb die 360-Grad-Ansichten entwickelt“.
Die Visualisierungen sind Teil des „digitalen Zwillings“ der Stadt und online abrufbar. Entstanden sind die Ansichten als Gemeinschaftsprojekt des Verkehrsdezernats, des Smart City-Dezernats und des Stadtplanungsamts.
Weniger Autoverkehr
Ziel des Umbaus sei es, die Straße von einem reinen Verkehrsweg in einen Ort mit Aufenthaltsqualität zu verwandeln. Dafür werden über 20 neue Bäume gepflanzt. Auf der Ostseite in Richtung Innenstadt werden die Gehwege bis zu dreimal so breit wie heute. Neue Sitzbänke und Spielelemente sollen die Straße zu einem Treffpunkt machen.
Zusätzlich ist eine neue Ampelquerung auf Höhe der Mauritiusstraße geplant. Diese soll die Innenstadt besser mit der Fußgängerzone in der Wellritzstraße verbinden und so einen „Brückenschlag ins Westend“ schaffen.
Neues Konzept kostet Millionen
Auch die Mobilität wird neu geordnet. Für den Busverkehr wird es eine eigene, durchgängige Spur sowie drei neue barrierefreie Haltestellen geben. Radfahrer erhalten eigene Radstreifen, Ampeln und wettergeschützte Abstellplätze, etwa am Luisenforum.
Der Autoverkehr wird künftig auf der Westseite der Straße gebündelt. Der reine Durchgangsverkehr soll auf den 2. Ring und die Bundesstraßen umgelenkt werden. Die Parkhäuser wie die Mauritiusgalerie oder das ehemalige Kaufhof-Areal bleiben weiterhin erreichbar. Für Lieferdienste werden zudem zahlreiche neue Ladezonen eingerichtet.
Der eigentliche Baustart für den ersten großen Abschnitt zwischen Rhein- und Luisenstraße ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Die Fertigstellung der ersten beiden Bauabschnitte auf der Ostseite ist für Ende 2027 geplant. Die Kosten für die ersten Abschnitte belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro, wobei ein Teil durch Fördergelder des Bundes finanziert wird.