Zu lauter Pfiff: Wiesbadener Amateur-Schiedsrichter muss Schmerzensgeld zahlen

Geschädigter hatte geklagt

Zu lauter Pfiff: Wiesbadener Amateur-Schiedsrichter muss Schmerzensgeld zahlen

2500 Euro Schmerzensgeld muss ein Amateur-Schiedsrichter aus Wiesbaden einem Spieler zahlen. Der Grund: Er hatte zu laut mit einer Trillerpfeife gepfiffen – auf dem Spielfeld.

Ereignet hatte sich der Vorfall bereits im Jahr 2018 während eines Kreisliga-B-Spiels zwischen der SpVgg Sonnenberg II und die DJK 1. SC Klarenthal II. Schiedsrichter Pierre Hackler hatte laut eigenen Angaben eine Rudelbildung auf dem Feld auflösen wollen und nutzte dafür seine Pfeife. Ein Spieler aus Klarenthal befand sich jedoch in direkter Nähe zum Schiedsrichter und dessen Pfeife, er trug wegen eines zu lauten Pfiffs bleibende Schäden im linken Ohr davon.

Nachdem der Spieler Hackler angezeigt hatte, folgte bereits 2020 ein strafrechtlicher Prozess. Ergebnis: Das Verfahren wurde eingestellt, Hackler musste jedoch 80 Sozialstunden ableisten und tat dies auch. Nun aber folgte der zivilrechtliche Prozess, der letztlich mit einem Vergleich endete: Hackler muss an den Geschädigten 2500 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Ob Schiedsrichter Hackler nochmal zur Pfeife greift? Ungewiss. Gegenüber RTL erklärte er kürzlich: „Irgendwie würde ich ja gerne weiterpfeifen, irgendwas sagt in mir aber auch: Wofür, wenn sowas passieren kann? Ich muss noch einmal darüber nachdenken.“

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