Das ändert sich im neuen Jahr

Neues Jahr, neue Regelungen: Die wichtigsten Änderungen für euch im Überblick.

Das ändert sich im neuen Jahr

Die letzten Pandemie-Nachbeben, Krieg in der Ukraine, Energiekrise und Inflation: Das Jahr 2022 hat so einige Wellen geschlagen. Einige davon haben sich auch auf die Politik ausgewirkt. Welche Entlastungen, Neuerungen oder auch Nachteile deshalb 2023 auf uns zukommen, haben wir hier für euch zusammengefasst.

Wiesbaden

Auch in Wiesbaden geht es 2023 an die Wahlurne: Voraussichtlich im Herbst 2023 soll in Hessen ein neuer Landtag gewählt werden. Wann genau die Landtagswahl stattfinden wird, steht allerdings noch nicht fest.

Verbraucherschutz

Auch bundesweit soll Reisen im ÖPNV bald zu erschwinglicheren Preisen möglich sein. Für das Frühjahr 2023 wurde als Nachfolger für das 9-Euro-Ticket das Deutschlandticket eingeführt, das 49 Euro pro Monat kosten wird. Ein genaues Startdatum steht jedoch noch nicht fest. Als sicher gilt jedoch, dass das Ticket als monatlich kündbares Abo angeboten werden soll.

Um die Verbraucher zu entlasten, sollen voraussichtlich ab dem 1. März 2023 Preisbremsen für Gas, Strom und Fernwärme in Kraft treten. Geplant ist, dass sie schon rückwirkend ab dem 1. Januar die Energiepreise deckeln. Auf 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs sollen dann Preise von 12 Cent pro Kilowattstunde (ct/kwh) für Gas, 40 ct/kwh für Strom und 9,5 ct/kwh für Fernwärme gelten. Für den darüber liegenden Verbrauch gilt der Vertragspreis mit dem jeweiligen Anbieter.

Nicht erst seit diesem Jahr, aber 2023 weiterhin interessant: Arbeitgeber können ihren Arbeitnehmern eine steuerbefreite Inflationsausgleichsprämie von bis zu 3.000 Euro gewähren. Die Befreiung von Steuern und Sozialversicherungsbeitragen für die Prämienzahlung gilt insgesamt bis Ende 2024.

Finanzen

Zum 1. Januar wird Hartz IV abgeschafft und stattdessen das Bürgergeld gelten. Damit steigt etwa die monatliche Grundsicherung um mehr als 50 Euro. Bis zu 15.000 Euro dürfen nun als Schonvermögen unangetastet bleiben.

Ab dem 1. Juli 2023 sollen die Renten steigen, im Westen voraussichtlich um 3,5 Prozent und im Osten um 4,2 Prozent. So soll ein Ausgleich der Renten zwischen Ost und West erreicht werden.

Die Krankenkassenbeiträge für gesetzlich Versicherte werden 2023 um 0,3 Prozentpunkte auf durchschnittlich 16,2 Prozent des Bruttolohns erhöht. Damit sollen beispielsweise Kosten aus der Corona-Zeit ausgeglichen werden.

In diesem Jahr ist auch die Homeoffice-Pauschale neu geregelt. Von nun an können Steuerzahler 5 Euro pro Tag geltend machen, der im Homeoffice verbracht wurde. Die Höchstgrenze wurde auf 210 Tage und 1260 Euro pro Jahr hinaufgesetzt (bisher: 120 Tage und 600 Euro).

Ab sofort gibt es mehr Kindergeld: Statt 219 Euro für die ersten beiden Kinder erhalten Familien ab Januar 250 Euro pro Monat und Kind. Auch der Kinderfreibetrag erhöht sich um 404 Euro auf 8952 Euro.

Die Verdienstgrenze für Midijobber wird ebenfalls angehoben. 2000 Euro im Monat können sie nun verdienen. Damit steigt die Grenze um 400 Euro.

Nachhaltigkeit

Um der Verwendung von Einwegplastik und -papier entgegenzuwirken, gilt ab 2023 eine Mehrweg-Pflicht in der Gastronomie. Alle Speisen und Getränke zum Mitnehmen müssen ab dem 1. Januar in Mehrwegverpackungen angeboten werden, auch vom Gast selbst mitgebrachte Behälter müssen Restaurants als Mehrwegverpackungen annehmen. Nur kleine Läden sind von der Regelung ausgenommen.

Ab Sommer 2023 gilt für frisches, unverarbeitetes Schweinefleisch aus deutscher Herstellung erstmals eine Kennzeichnungspflicht der Haltungsform. Das neue Pflicht-Tierwohllabel umfasst Kategorien von 1 (Stall) bis 5 (Bio) und soll später auch für Geflügel, Rindfleisch, in der Gastronomie verarbeitetes Fleisch sowie verarbeitete Produkte gelten. Importierte Produkte fallen nicht unter die Kennzeichnungspflicht.

E-Autos werden ab sofort weniger gefördert. Für Plug-in-Hybride wird es gar keine Förderung mehr geben, für E-Autos vermindert sich der Zuschuss um 1500 Euro auf 4500 Euro (bei einem Listenpreis von bis zu 40.000 Euro) beziehungsweise auf 3000 Euro (Listenpreis bis zu 65.000 Euro).

Digitalisierung

Ab dem 1. Januar 2023 sollen neue Gesetze ausschließlich digital im elektronischen Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden. Zuvor erschien das Bundesgesetzblatt noch in gedruckter Form. Ergänzend zum elektronischen Bundesgesetzblatt werden aktuelle Gesetze und Rechtsverordnungen ab sofort auf einer öffentlichen Verkündungsplattform des Bundesamts für Justiz zur Verfügung gestellt. Die Gesetze kann dann jeder als PDF herunterladen.

Adé, Krankmeldung auf Papier: Ab sofort wird der AU-Schein durch den eAU-Schein ersetzt. Als Arbeitnehmer müsst ihr also den gelben Schein nicht mehr eurem Arbeitgeber vorlegen, sondern die Arztpraxis verschickt die Krankmeldung elektronisch an die Versicherung. Von dort wird sie an den Arbeitgeber weitergegeben.

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