In der Nacht auf Montag (12. Januar) hat ein Falschfahrer auf der A3 den Verkehr gefährdet. Wie das Polizeipräsidium Westhessen mitteilt, hatten mehrere Verkehrsteilnehmer über den Notruf gemeldet, dass auf der A3 in Richtung Süden ein grauer oder weißer Pkw entgegen der Fahrtrichtung unterwegs sei.
Demnach fuhr er zwischen dem Wiesbadener Kreuz und der Anschlussstelle Raunheim. Viele Verkehrsteilnehmer mussten dem Falschfahrer ausweichen. Eine erste Polizeistreife fuhr dem Fahrzeug entgegen und warnte den übrigen Verkehr mit Blaulicht. Der Falschfahrer fuhr jedoch unbeeindruckt weiter.
Daraufhin stoppte eine zweite Streife den Verkehr auf der A3 bei Idstein. Ein Lkw-Fahrer unterstützte die Beamten, indem er seinen Sattelzug querstellte und so eine Barriere schuf. Der Falschfahrer fuhr bis zu dieser Barriere, hielt an und wendete sein Auto, um nun in der richtigen Richtung weiterzufahren.
Fahrer war stark alkoholisiert und ohne Fahrerlaubnis
Drei Streifen der Autobahnpolizei Wiesbaden konnten den Wagen schließlich nach wenigen Kilometern anhalten und den 41-jährigen Fahrer festnehmen. Trotz deutlicher Anhaltesignale versuchte er weiterhin, seine Fahrt fortzusetzen.
Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 2,3 Promille. Zudem stellten die Beamten fest, dass der Mann in Deutschland nicht mehr fahren durfte, da er bereits mehrfach wegen Trunkenheit am Steuer aufgefallen war. Er musste seinen rumänischen Führerschein abgeben, nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wird zudem sein Auto eingezogen.
Die Autobahnpolizei Wiesbaden sucht nach weiteren Zeugen. Insbesondere werden Personen gesucht, die den Beginn der Falschfahrt beobachtet haben oder dem Fahrzeug ausweichen mussten. Zeugen werden gebeten, sich bei der Autobahnpolizei Wiesbaden unter der Telefonnummer 0611/345-4140 zu melden.