Neue Kriminalstatistik: Häusliche Gewalt nimmt in Rheinland-Pfalz zu

Die neue Kriminalstatistik für Rheinland-Pfalz ist da. Innenminister Michael Ebling hat die Ergebnisse in Mainz präsentiert.

Neue Kriminalstatistik: Häusliche Gewalt nimmt in Rheinland-Pfalz zu

Gute Nachrichten für die Sicherheit in Rheinland-Pfalz: Die Zahl der registrierten Straftaten ist im Jahr 2025 erneut gesunken, während die Polizei mehr Fälle aufklären konnte. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervor, die Innenminister Michael Ebling (SPD) und LKA-Präsident Mario Germano in Mainz vorstellten. „Rheinland-Pfalz bleibt eines der sichersten Bundesländer“, betonte Ebling.

Insgesamt erfasste die Polizei im vergangenen Jahr 224.126 Straftaten, was einem Rückgang von 6,4 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Rechnet man Verstöße gegen das Ausländerrecht heraus, ergibt sich ein Minus von 5,3 Prozent. „Die rückläufigen Zahlen erstrecken sich in diesem Jahr auf alle Straftatenobergruppen. Dies ist eine insgesamt positive Entwicklung, die zeigt, dass unsere Maßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung Wirkung zeigen“, so der Minister.

Hohe Aufklärungsquote und weniger Diebstähle

Die Aufklärungsquote stieg leicht auf 64,8 Prozent und bleibt damit auf einem hohen Niveau. Auch die sogenannte Häufigkeitszahl, die Straftaten pro 100.000 Einwohner misst, ist deutlich gesunken. Laut Ebling ist dies „ein wichtiger Gradmesser für die objektive Sicherheitslage“ und weise mit Ausnahme des Pandemiejahres 2021 den niedrigsten Wert seit fast 40 Jahren auf.

Besonders positiv ist der Rückgang bei den Diebstählen um 3,1 Prozent auf 59.508 Fälle. Deutlich seltener wurden Ladendiebstähle sowie Diebstähle an und aus Autos und Fahrrädern gemeldet. Auch die Zahl der Geldautomatensprengungen hat sich laut LKA-Präsident Germano fast halbiert: Nach 23 Taten im Jahr 2024 wurden 2025 nur noch 12 registriert.

Mehr Einbrüche und häusliche Gewalt

Einen Anstieg verzeichnet die Statistik hingegen bei Wohnungseinbrüchen. Hier stieg die Zahl landesweit um 310 auf 2936 Fälle. Der Innenminister ordnet diese Entwicklung ein: „Auch wenn wir hier einen Anstieg sehen, liegt die Zahl der Wohnungseinbrüche weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Vor zehn Jahren wurden in Rheinland-Pfalz noch mehr als doppelt so viele Fälle registriert.“

Ebenfalls leicht zugenommen haben die Fälle von häuslicher Gewalt auf 13.504. Ebling sieht darin nicht nur eine negative Entwicklung: „Gleichzeitig kann eine steigende Anzeigebereitschaft auch Ausdruck einer zunehmenden Sensibilisierung und eines ausgebauten Hilfesystems sein.“ Leicht rückläufig waren hingegen die Zahlen bei Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung.