Auch wenn das Wetter aktuell mit Regen, Wind und Temperaturen über dem Gefrierpunkt eher herbstlich ist, sieht man sich bei der Stadt Bingen für einen möglichen Wintereinbruch gerüstet. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung der Stadt hervor.
Das Team des städtischen Servicebetriebs sei bereits jetzt für Schnee und Eis gerüstet. 20 Mitarbeiter des Servicebetriebs wüssten seit dem 1. November über ihre Rufbereitschaftspläne Bescheid, Streugut sei in den Hallen im Sponsheimer Bauhof-Gelände vorhanden und die Fahrzeuge – LKW, Unimog und Schlepper – seien „aufgesattelt“, sprich mit den notwendigen Gerätschaften wie Schneepflug und Schneeschiebern versehen. Damit sei man gerüstet, fall Schnee und Eis kommen.
„Dieser Zeitpunkt hat sich in den letzten Jahren an das Jahresende verlagert“, so Bauhof-Chef Peter Heyn. „Anfang November haben wir hier bei uns normalerweise noch keine Glätte zu erwarten. Auch in diesem Jahr ist es so.“
Doch die Lage könne sich relativ schnell ändern. Peter Heyn und sein Team haben die neuralgischen Punkte identifiziert, die zuerst gestreut beziehungsweise geräumt werden müssen: die Busstrecken, Steigungen und Brücken. Auch die Zufahrten zu den Feuerwehren haben Priorität 1 und müssen so schnell wie möglich frei sein. Er und seine Stellvertreter sind diejenigen, die je nach Dienstplan den Einsatz auslösen. „Neben dem Blick auf die gängigen Wetter-Apps schauen wir die entsprechenden Vorhersagen. So können wir entsprechend früh starten, um den ersten Bussen der Stadtwerke eine entsprechend problemlose Fahrt zu ermöglichen“, so Heyn.
Stadt gibt Autofahrern Tipps
Bingen umfasst eine Fläche von rund 38 Quadratkilometern, mit dem dazugehörenden Straßennetz. Natürlich können die Wintertrupps nicht gleichzeitig überall sein. Die Verwaltung habe vorgesorgt – und gibt daher auch eine Empfehlung an die Verkehrsteilnehmer: „Es gibt Winter- beziehungsweise Allwetterreifen, der Wecker kann morgens eine Viertelstunde früher gestellt werden, damit etwas mehr Zeit für den Weg bleibt, und die stadtbekannten Strecken, auf denen kein Winterdienst geleistet wird, (und die entsprechend ausgeschildert sind) können ganz einfach gemieden werden“, heißt es von der Stadt.
„Die Mitarbeitenden des Servicebetriebs zeigen ein großes Engagement, das sie auch bei den widrigsten Wetterbedingungen ausüben. Wir dürfen ja auch nicht vergessen, dass sie auch noch bei anderen unvorhergesehenen Gelegenheiten ,ran‘ müssen, wenn es beispielsweise Hochwasser gibt und Spundwände aufgebaut und werden müssen oder nach einem Starkregen besonders belastete Sinkkästen zu leeren sind. Der Aufgabenbereich ist groß und wenn vielleicht auch noch ein Kollege krankheitsbedingt ausfällt, so muss das Pensum trotzdem erledigt werden“, so Oberbürgermeister Thomas Feser (CDU).