Großeinsatz in Welgesheim: Müllberg in Entsorgungsbetrieb brennt

In einem Entsorgungsbetrieb in Welgesheim stand ein riesiger Müllberg in Flammen. Über 80 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen das Feuer.

Großeinsatz in Welgesheim: Müllberg in Entsorgungsbetrieb brennt

Ein Feuer in einem riesigen Müllberg bei einem Entsorgungsbetrieb in Welgesheim hat in der Nacht auf Freitag einen Großeinsatz ausgelöst. Das berichtet die Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen.

Gegen 21:30 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein. Als die ersten Einsatzkräfte am Betriebsgelände ankamen, sahen sie bereits Flammen und starken Rauch. Ein etwa 1500 Kubikmeter großer Berg aus Restmüll stand in einer Halle in Brand. Daraufhin wurde die Alarmstufe erhöht und zahlreiche weitere Kräfte aus der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen, Bingen und Bad Kreuznach nachgefordert.

Wegen der starken Rauchentwicklung und der Geruchsbelästigung wurde die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen abzuschalten. Erst am Vormittag gegen 10:30 Uhr konnte die Feuerwehr Ingelheim nach Messungen die Warnung wieder aufheben.

Die Feuerwehrleute bekämpften den Brand von außen und in der Halle selbst. Die größte Herausforderung war laut der Feuerwehr die gewaltige Menge an brennendem Material.

Material muss mit Baggern auseinandergezogen werden

Um alle Glutnester erreichen und löschen zu können, musste der gesamte Müllberg mühsam auseinandergezogen werden. Dabei kamen Radlader und Bagger des betroffenen Unternehmens sowie des Technischen Hilfswerks (THW) zum Einsatz. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, richtete die Feuerwehr einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ein. Das Deutsche Rote Kreuz versorgte die über 100 Einsatzkräfte mit Essen und Getränken.

Der Einsatz dauerte bis Freitagmittag. Anschließend wurde eine Brandwache eingerichtet, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Auch Bürgermeister Manfred Scherer und der Erste Beigeordnete Steffen Unger machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Als Ursache könnten laut dem Betreiber der Anlage Akkus in Frage kommen, die im Gewerbemüll entsorgt wurden.