Das traditionelle Fischerstechen beim Wormser Backfischfest, das am zweiten Festsonntag stattfinden sollte, ist abgesagt. Das teilt die Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms (KVG) mit. Grund ist der anhaltend niedrige Wasserstand im Rhein.
Obwohl der Wettkampf seit vielen Jahren im Floßhafen und nicht mehr direkt auf dem Rhein stattfindet, wirkt sich das Niedrigwasser auch dort aus. Der Wasserstand ist inzwischen so niedrig, dass bereits die Anfahrt der traditionellen Boote, der sogenannten Nachen, zum Austragungsort nicht mehr sicher ist.
Sicherheit der Teilnehmer hat Vorrang
In Abstimmung mit der Hafenbetriebe Worms GmbH entschied sich die KVG für die Absage. Sehr flache Bereiche, mögliche Hindernisse unter der Wasseroberfläche und die eingeschränkte Manövrierfähigkeit der Boote stellen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für die Mannschaften dar. Beim Fischerstechen stehen die Teilnehmer auf einem kleinen Podest am Bug der Boote und treten mit einer rund fünf Meter langen Lanze gegeneinander an. Die Sicherheit aller Beteiligten stehe an erster Stelle, so die KVG.
Das Fischerstechen zählt zu den ältesten Veranstaltungen des Backfischfestes. Ursprünglich sollte der Wettkampf den Fischern ein erfolgreiches Fangjahr bescheren. Heute messen sich Mannschaften von Wormser Vereinen in einem sportlichen Wettstreit. Die KVG bedankt sich bei allen Helfern und dem Sponsor, der Rudolf Fischer Baugeschäft GmbH. Das übrige Rahmenprogramm des Backfischfestes findet wie geplant statt.