Alzeyer Eltern protestieren gegen unangekündigte Busstreiks

Sorge darüber, wenn den Schülern etwas passiert

Alzeyer Eltern protestieren gegen unangekündigte Busstreiks

Mehrere Schulelternbeiräte planen Demonstrationen gegen die von der Gewerkschaft Verdi Anfang Juni angekündigten Busstreiks. Das teilt der Landeselternbeirat Rheinland-Pfalz in einem Rundschreiben mit.

Die Eltern wollen gegen die von Verdi geplanten Busstreiks auf die Straße gehen, die ab sofort nur noch „tageweise, unangekündigt und auch aus dem laufenden Fahrbetrieb“ stattfinden sollen. Dann sollen bereits aufgenommene Linienfahrten spontan beendet werden. Die Busse fahren in den Fällen nur noch bis zur Endhaltestelle, wo die Fahrer dann ihre Arbeit niederlegen. Betroffen von den Streikmaßnahmen sind die privaten Busbetriebe, die auch in Rheinhessen unterwegs sind.

„Durch unangekündigte Streikmaßnahmen wurden wieder einige Schüler nicht nachhause gefahren und mussten in einigen Fällen den Bus vor dem Ziel verlassen“, so die Regionalelternsprecher in einem gemeinsamen Schreiben. „Dies geht aus unserer Sicht nicht, wer trägt in diesen Fällen die Verantwortung, wenn den Schülern etwas passiert?“

Eine der Demos soll laut aktuellen Plänen am Freitag, 21. Juni, um 10:30 Uhr am Roßmarkt in Alzey stattfinden. Details wollen die Elternvertreter am Donnerstagabend besprechen. Auch Elternbeiräte von Schulen könnten sich an dem Treffen beteiligen.

Hintergrund

Laut eigener Aussage hatte Verdi zuletzt einen Kompromiss vorgeschlagen: Dabei gehe es für dieses Jahr nur um eine 3000-Euro-Einmalzahlung für alle Verdi-Mitglieder. Die Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz e.V. (VAV) lehne den Vorschlag „ohne nachvollziehbare Gründe kategorisch ab“.

Bis zu einer Befriedung für dieses Jahr werde Verdi außerdem seine Beteiligung an Gesprächen zum RLP-Index für das private Omnibusgewerbe auf Eis legen. Dem VAV müsse klar sein, dass es trotz einer Index-Lösung „immer auch eine angemessene Eigenbeteiligung geben muss“.