Wegen der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen bittet die Stadt Ingelheim die Bürger um Hilfe bei der Bewässerung der Stadtbäume. Wer die Möglichkeit habe, könne einen Baum in seiner Umgebung regelmäßig mit Wasser versorgen. Das teilt die Stadtverwaltung mit.
Normalerweise überstehen Bäume nach einer dreijährigen Anwuchspflege ohne zusätzliche Bewässerung. Die aktuell außergewöhnlich trockenen Bedingungen stellen laut Stadt jedoch auch ältere Bäume vor große Herausforderungen. Seit Wochen fehle nennenswerter Regen, während hohe Temperaturen und Wind die Wasservorräte im Boden schwinden lassen. Besonders frisch gepflanzte Jungbäume seien auf Wasser angewiesen. Diese werden zwar vom Bauhof und Fachfirmen bewässert, doch die Kapazitäten seien inzwischen vollständig ausgeschöpft.
100 Liter pro Woche können helfen
Wer helfen möchte, kann laut Stadtverwaltung mit etwa 100 Litern Wasser pro Baum und Woche bereits einen wichtigen Beitrag leisten. Dabei sei es sinnvoller, einmal pro Woche gründlich zu wässern, anstatt täglich nur kleine Mengen zu geben. So könne das Wasser tiefer in den Boden eindringen und die Wurzeln erreichen. Der finanzielle Aufwand sei überschaubar: 1.000 Liter Wasser kosten weniger als sechs Euro und reichen für zehn Bewässerungen.
Um die Hilfe zu koordinieren und doppeltes Gießen zu vermeiden, können sich Interessierte beim Umwelt- und Grünflächenamt melden. So können private Gießpatenschaften in die bestehende Bewässerungsplanung eingebunden werden.