Der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz verzeichnet weiter steigende Mitgliederzahlen. Das geht aus der aktuellen Bestandserhebung des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (LSB) hervor. Zum Stichtag 1. Januar 2024 zählten die Vereine im Land insgesamt 1.477.931 Mitgliedschaften.
Das sind 20.221 mehr als im Vorjahr, was einem Zuwachs von 1,4 Prozent entspricht. Damit wächst der Vereinssport in Rheinland-Pfalz bereits das dritte Jahr in Folge. Gleichzeitig setzt sich aber auch ein anderer Trend fort: Die Zahl der Vereine ist im Vergleich zum Vorjahr um 33 auf 5688 gesunken.
Kinder, Jugendliche und Senioren als Wachstumstreiber
Ein Blick auf die Altersstruktur zeigt, dass vor allem Kinder und Jugendliche für den Zuwachs sorgen. Die Zahl der Mitglieder bis sechs Jahre stieg um 1,3 Prozent, in der Altersgruppe der 7- bis 14-Jährigen gab es sogar ein Plus von 2,3 Prozent. Die größte Steigerung verzeichnete jedoch die Generation der über 60-Jährigen mit einem Zuwachs von 8621 Mitgliedern, was einem Plus von 2,7 Prozent entspricht. Lediglich bei den 19- bis 26-Jährigen gab es einen leichten Rückgang.
Auch die Zahl der weiblichen Mitglieder hat sich positiv entwickelt. Mit einem Plus von 1,5 Prozent stieg sie etwas stärker als die der männlichen Mitglieder (plus 1,2 Prozent). Insgesamt sind 596.040 Frauen und Mädchen in einem rheinland-pfälzischen Sportverein aktiv. Erstmals konnten Mitglieder bei der Angabe des Geschlechts auch „divers“ auswählen, was 264 Personen taten.
FCK und Mainz 05 legen bei Mitgliedern stark zu
An der Spitze der mitgliederstärksten Vereine im Land stehen weiterhin der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FSV Mainz 05. Der FCK konnte seine Mitgliederzahl um 12,1 Prozent auf 38.380 steigern. Noch stärker war der Zuwachs bei Mainz 05: Der Bundesligist gewann 6498 neue Mitglieder hinzu und verzeichnete damit ein Plus von 28,7 Prozent auf 29.160 Mitglieder.
Auch die Sektionen des Deutschen Alpenvereins in Mainz und Koblenz gehören mit 9053 beziehungsweise 7068 Mitgliedern zu den größten Vereinen und konnten ebenfalls deutlich wachsen. Der sogenannte Organisationsgrad, der die Mitgliederzahl im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung angibt, erreichte mit 35,85 Prozent den höchsten Stand seit dem Jahr 2014.