Rheinhessen will seine touristische Zukunft mit einer neuen Strategie gestalten. Das Papier mit dem Namen „Rheinhessen 2030+“ wurde nun von der Rheinhessen-Touristik und der IHK für Rheinhessen bei einem Tourismusforum in Mainz vorgestellt.
Die Vision ist, Rheinhessen gezielt zur „größten und lebendigsten Wein-Erlebnis-Kultur-Landschaft Deutschlands“ auszubauen. Dafür sollen Stadt und Land, Kultur und Natur sowie Aktivität und Genuss enger miteinander verbunden werden. Die Strategie reagiert auch auf aktuelle Herausforderungen wie den Fachkräftemangel, die Digitalisierung und den Wunsch der Gäste nach nachhaltigen Angeboten.
Fünf zentrale Bereiche stehen im Mittelpunkt, darunter mehr Qualität, Nachhaltigkeit und wettbewerbsfähige Strukturen. Dabei will die Region auf ihre Stärken setzen: Wein, Kultur, Wandern, Radfahren und die regionale Genusskultur.
Hotel-Offensive und digitale Angebote geplant
Zu den wichtigsten Vorhaben gehören der Ausbau der Radwege zur „Qualitäts-Radreise-Region“ und eine Hotel-Offensive, um das Übernachtungsangebot zu verbessern. Außerdem sind neue digitale Angebote auf dem Weg zur „Smart Destination Rheinhessen“ und das Projekt „WeinERLEBNIS Rheinhessen“ geplant, um die Region als führende Wein-Erlebnisregion zu positionieren.
„Rheinhessen hat sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt. Jetzt geht es darum, diese Stärke weiter auszubauen und Tourismus noch stärker als Plus für die gesamte Region sichtbar zu machen“, erklärte Christian Halbig, Geschäftsführer der Rheinhessen-Touristik GmbH. Die Strategie sei ein „gemeinsames Zukunftsbild“.
Auch die Industrie- und Handelskammer betont die Wichtigkeit der gemeinsamen Umsetzung. „Tourismus stärkt Wirtschaft, Arbeitsplätze und Lebensqualität gleichermaßen“, sagte Dr. Florian Steidl, Geschäftsführer der IHK für Rheinhessen. „Entscheidend wird jetzt sein, gemeinsam konkrete Projekte umzusetzen.“ Die Strategie wurde in einem breiten Prozess mit vielen Partnern aus der Region entwickelt und vom Land Rheinland-Pfalz gefördert.