Großübung von Feuerwehr und Katastrophenschutz in Worms

Die Großübung simuliert ein Unwetter und könnte für Bürger sichtbar und hörbar werden.

Großübung von Feuerwehr und Katastrophenschutz in Worms

In Worms wird am kommenden Sonntag (26. September) der Ernstfall geprobt. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, findet eine Großübung der Berufs- und freiwilligen Feuerwehr sowie der städtischen Katastrophenschutzeinheiten statt. Anlass ist der zweite landesweite Übungstag für den Brand- und Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz.

Die Übung soll unter realen Bedingungen ablaufen. Bürger sollten sich daher nicht sorgen, wenn zahlreiche Einsatzfahrzeuge durch die Stadt fahren und Nebel oder Rauch aufsteigen. Das Szenario orientiert sich an den Vorgaben des Landes, das als groben Rahmen die Bewältigung der Auswirkungen eines Unwetters definiert hat.

In Worms will man sich dabei auch mit Folgen beschäftigen, die über umgestürzte Bäume oder überflutete Straßen hinausgehen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit verschiedener Hilfsorganisationen zu erproben, darunter Sanitäts- und Betreuungsdienste, externe Feuerwehreinheiten mit Spezialfahrzeugen zur Gefahrenerkennung sowie städtische Feuerwehreinheiten.

Zusammenarbeit wird landesweit getestet

„Wie wichtig solche Übungen sind, haben Ereignisse der jüngeren Vergangenheit gezeigt – von der Flut im Ahrtal bis zu den großen Waldbränden in diesem Jahr. Großschadenslagen dieser Art gehören in Worms glücklicherweise bisher zu den Ausnahmen“, betont Oberbürgermeister Adolf Kessel. Gerade deshalb sei es entscheidend, solche Szenarien regelmäßig zu erproben.

Der landesweite Übungstag testet auch die Kommunikations- und Meldewege von der Kommune über die Leitstellen bis zum Lagezentrum des Landes. So soll die Bewältigung großflächiger Schadenslagen trainiert werden, indem aus den einzelnen Übungen ein gemeinsames Lagebild für ganz Rheinland-Pfalz entsteht.

Für die realistische Darstellung kommen zahlreiche freiwillige Helfer zum Einsatz, die Verletzte und Betroffene spielen. Einige Statisten werden dafür mit Kunstwunden und Kunstblut präpariert. Die Stadt weist darauf hin, dass der reale Rettungsdienst sowie die Brand- und Gefahrenabwehr während der Übung jederzeit über den Notruf 112 erreichbar und einsatzbereit bleiben.