Der Wormser Oberbürgermeister Adolf Kessel (CDU) wird seine Versetzung in den Ruhestand beantragen. Wie er am Mittwoch ankündigte, will er zum 1. Januar 2027 und damit ein halbes Jahr früher aus dem Amt scheiden. Regulär würde seine Amtszeit im Juni 2027 enden.
Als Grund für seine Entscheidung sagt Kessel: „Mir ist es ein wichtiges Anliegen, diesen Schritt so zu gestalten, dass ein geordneter und nahtloser Übergang zum 1. Januar 2027 an der Stadtspitze gewährleistet ist.“ Eine längere Phase ohne gewählte Stadtspitze wolle er vermeiden. „Gerade in anspruchsvollen Zeiten braucht die Stadt Verlässlichkeit und Kontinuität.“ Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen.
Rechtliche Grundlage für den Schritt ist das rheinland-pfälzische Landesbeamtengesetz. Dieses erlaubt es Kommunalbeamten auf Zeit, nach Vollendung des 65. Lebensjahres auf Antrag in den Ruhestand zu gehen.
Neuwahl für September 2026 vorgesehen
Der Zeitplan für die Nachfolge ist bereits abgestimmt. Nachdem Kessel seine Entscheidung im Stadtrat bekannt gegeben hat, wird er in den nächsten Tagen den formalen Antrag stellen. Der Stadtrat soll dann in seiner Sitzung am 27. Mai 2026 den Wahltermin beschließen. Als Termin für die Neuwahl ist der 13. September 2026 vorgesehen, eine mögliche Stichwahl würde am 27. September 2026 stattfinden. Den endgültigen Termin legt die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) fest.
Bis zum 31. Dezember 2026 will Kessel seine Amtsgeschäfte weiterführen. „Vor uns liegen noch einige Monate der gemeinsamen Arbeit, die ich mit Motivation und Verlässlichkeit zum Wohle unserer Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger gestalten möchte.“ Gleichzeitig dankte er den Mitarbeitern der Stadtverwaltung für die Zusammenarbeit. Diese hätten mit hohem Engagement dafür gesorgt, dass sich die Stadt „auch in turbulenten Zeiten“ weiterentwickle.