In der Cornelius-Heyl-Straße in Worms ist ein weiterer Baustein des städtischen Radverkehrskonzeptes umgesetzt worden. Wie die Stadt Worms mitteilt, wurde dort eine neue Fahrradspur fertiggestellt.
Auf einer Länge von 600 Metern können Radfahrer nun auf einem zwei Meter breiten Radfahrstreifen in Richtung Wormser Süden fahren. Die neue Spur wurde zwischen der Einmündung der Gutleutstraße und dem Kurvenbereich markiert. Dies war möglich, da die Fahrspuren für Autos in diesem Abschnitt sehr breit waren. Der Auto- und Lkw-Verkehr kann laut Stadt weiterhin ungehindert fließen. Für Radfahrer, die in Richtung Innenstadt unterwegs sind, gibt es auf der Ostseite bereits einen baulich getrennten Geh- und Radweg.
Überholverbot in schmalerem Abschnitt
Nördlich der Einmündung Gutleutstraße ist die Cornelius-Heyl-Straße nicht breit genug für eine solche Markierung. In dem Abschnitt zwischen Kolpingstraße und Gutleutstraße soll daher ein Verkehrszeichen aufgestellt werden, das mehrspurigen Fahrzeugen wie Autos und Lkw das Überholen von einspurigen Fahrzeugen verbietet.
Das Verbot gilt für Fahrräder, E-Scooter oder Motorräder. Wer sich nicht an das Überholverbot hält, muss mit einem Bußgeld von 70 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Die Stadt will beobachten, wie gut dieses 2020 eingeführte Verkehrszeichen eingehalten wird.
Teil der Pendler-Radroute
Die Maßnahme ist Teil der geplanten Pendler-Radroute von Worms nach Ludwigshafen, deren Umsetzung die Stadt Worms in Eigenregie plant. Ziel der Radverkehrsplanung ist es, den Alltagsradverkehr zu stärken und die Innenstadt besser an die äußeren Stadtteile anzubinden. Eine ähnliche Maßnahme ist auch für die Alzeyer Straße geplant, um eine sichere Radverkehrsführung für Radler aus Richtung Pfiffligheim und Pfeddersheim zu schaffen.
Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst sagt: „Ich freue mich, dass wir durch die Fertigstellung der Radspur auch einem wichtigen Bürgeranliegen aus der Karl-Marx-Siedlung entsprechen konnten.“