Vor dem Landgericht Mainz hat der Prozess gegen einen 36-jährigen Mann begonnen, der eine Frau in Worms-Weinsheim mit massiver Gewalteinwirkung getötet haben soll. Das berichtet der SWR.
Ein Angehöriger hatte die 73-jährige Frau am letzten Augustwochenende des vergangenen Jahres tot in ihrem Haus aufgefunden. Die Ermittler seien sofort von einem Tötungsdelikt ausgegangen. Eine Obduktion habe diesen Verdacht bestätigt. Laut der Mainzer Kriminalpolizei starb die Frau durch „stumpfe Gewalteinwirkung“.
Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Mainz richteten daraufhin eine Sonderkommission ein. Unterstützung bei der Spurenauswertung habe die Sonderkommission vom Bundeskriminalamt und dem Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz erhalten. Die Ermittlungen hätten nach einer Woche zu dem 36-jährigen Mann aus Worms geführt.
Spezialeinsatzkräfte der Polizei nahmen den Verdächtigen fest. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Ermittler vermuten Einbruch
Laut den Fahndern sollen sich das Opfer und der mutmaßliche Täter gekannt haben, wenn auch nur flüchtig. Der Mann habe gewusst, dass die Frau allein lebte, und sei bei ihr eingebrochen. Dort habe ihn die 73-Jährige vermutlich überrascht.
Die Anklage wirft dem 36-Jährigen vor, der Frau sofort eine Vase gegen die Stirn geschlagen zu haben. Anschließend habe er ihr ein Kissen auf das Gesicht gepresst und weiter auf sie eingeprügelt, bis sie starb. Danach soll der Mann das Haus durchsucht und mit Schmuck, Münzen sowie 800 Euro Bargeld geflohen sein.