Am Landgericht Bad Kreuznach hat am Freitag der Prozess gegen zwei Männer (18 und 19) und eine Frau begonnen, die unter anderem wegen erpresserischen Menschenraubs angeklagt sind. Sie sollen ihr Opfer zwei Tage lang gequält haben.
Wie der SWR berichtet, sollen die beiden Männer ihr Opfer zunächst für Fahrdienste angeheuert haben. Später hätten sie dem Mann gedroht und ihn damit erpresst, seiner Familie etwas anzutun. Dabei soll auch eine Schreckschusspistole zum Einsatz gekommen sein.
Der Mann habe daraufhin 11.000 Euro von seinem Konto abgehoben und dem 19-Jährigen gegeben. Einige Tage später verlangten die Angeklagten erneut mehrere Tausend Euro von dem Mann und zwangen ihn, sie für ein Drogengeschäft nach Frankfurt zu fahren. Später prügelten sie auf ihn ein und sperrten ihn in eine Bar in Bad Kreuznach ein.
Nachdem er weitere Fahrten für die Angeklagten übernommen hatte, ließen sie ihn an einer Bushaltestelle in Bad Kreuznach zurück. Von dort rief der verletzte Mann mit dem Handy eines Passanten die Polizei an.
Die beiden Männern sind wegen schwerer räuberischer Erpressung, Menschenraub, Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt, eine weitere Frau wegen Beihilfe.
Ein Urteil wird laut SWR Ende August erwartet.