Worms macht Straßen zu Grünflächen: Was das für die Bürger bedeutet

In Worms sind an die 2000 Quadratmeter Asphalt entfernt und durch Grünflächen ersetzt worden. Das Projekt in Herrnsheim und Neuhausen soll das Klima in der Stadt verbessern und bei Starkregen helfen.

Worms macht Straßen zu Grünflächen: Was das für die Bürger bedeutet

Die Stadt Worms hat eine großflächige Entsiegelung in der Dr.-Carl-Sonnenschein-Straße und der Von-Steuben-Straße abgeschlossen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wurde das Projekt, das die Stadtteile Herrnsheim und Neuhausen verbindet, nun abgenommen.

Für die Maßnahme wurden Teilbereiche der Straße aufgebrochen. Die alte Asphaltdecke wurde abgefräst und fachgerecht entsorgt. Außerdem verlegten die Arbeiter neue Bordsteine und passten die Sinkkästen, also die Abläufe für Regenwasser, an oder bauten neue ein.

Insgesamt wurden somit 1880 Quadratmeter Fläche entsiegelt. Diese Bereiche wurden anschließend mit Erde aufgefüllt. Entlang der Strecke pflanzte die Stadt 22 neue Bäume, die künftig das Straßenbild prägen sollen.

Besserer Schutz vor Starkregen und Hitze

Das Projekt hat laut Stadt erhebliche ökologische Vorteile. Das Regenwasser von der Fahrbahn fließt nun nicht mehr direkt in die Kanalisation, sondern kann in den neuen Grünstreifen versickern. Das entlastet das Abwassersystem bei Starkregen und fördert die Neubildung von Grundwasser.

Zudem tragen die neuen Bäume und Grünflächen dazu bei, die Umgebungstemperatur im Sommer zu senken. Sie spenden Schatten, verbessern durch Verdunstungskühlung die Luft und tragen so zu einer höheren Lebensqualität bei. Finanziert wurde das Projekt durch das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) des Landes Rheinland-Pfalz.