Weil er im November 2020 seinen Vater überfahren wollte, muss sich ein 31-Jähriger aus dem Kreis Mainz-Bingen nun wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Mainz verantworten.
Laut Anklage habe der 31-Jährige nach einem Streit mit seinem Vater beschlossen, ihn umzubringen. Er habe seinen Vater auf dem Heimweg entdeckt, sei daraufhin mit dem Auto auf ihn zugefahren und habe ihn mit einer Geschwindigkeit von mindestens 28 Stundenkilometern erfasst und verletzt. Zeugen sollen den 31-Jährigen schließlich daran gehindert haben, seinen Vater tatsächlich umzubringen. Daraufhin habe er den Tatort verlassen.
Der Vater des Beschuldigten soll eine Wadenprellung mit Bluterguss am linken Bein, eine Knochensplitterung in der linken Schulter und starke Schmerzen erlitten haben. Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden.
Dem 31-Jährigen wird nun versuchter Mord vorgeworfen sowie gefährliche Körperverletzung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort.
Die Gerichtsverhandlung gegen den Rheinhessen läuft seit Mittwoch (4. Oktober). Am 10. sowie am 11. Oktober soll der Prozess fortgesetzt werden.