Die Polizeiinspektion Bingen hat am Freitag (22. Mai) die Kriminalstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Zahlen zeigen eine insgesamt stabile Sicherheitslage mit einem deutlichen Rückgang der Straftaten. Das meldet die Polizeiinspektion Bingen.
Im Vergleich zum Vorjahr sank die Gesamtzahl der registrierten Delikte um 6,27 Prozent auf 2826 Fälle. Das ist der niedrigste Stand seit 2018. Die Aufklärungsquote liegt mit 61,80 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau.
Sorge bei Einbrüchen und Gewalt
Trotz des positiven Gesamttrends gibt es in einigen Bereichen eine negative Entwicklung. Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg von 26 auf 36 Fälle an. Die Polizei will mit gezielten Beratungen und mehr Streifen in Wohngebieten gegensteuern.
Auch im Bereich der Gewaltkriminalität verzeichnet die Statistik einen Anstieg um 20 Fälle auf insgesamt 529. Darunter fallen unter anderem Körperverletzungen (309 Fälle) und Raubdelikte (18 Fälle).
Deutlicher Rückgang bei Betrugsdelikten
Der Hauptgrund für den allgemeinen Rückgang der Kriminalität ist die Entwicklung bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten. Hier sank die Zahl der Fälle um über 20 Prozent, was 109 Delikten entspricht. Auch bei den Sexualdelikten gab es einen Rückgang um 9,3 Prozent auf 117 Fälle.
Eine leicht positive Entwicklung ist auch bei der Jugendkriminalität zu beobachten. Die Polizei führt dies auf intensive Präventionsarbeit in Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendämtern zurück.
Polizeichef zieht Bilanz
„Die PKS ist für uns ein wichtiges Instrument zur Analyse von Entwicklungen und zur gezielten Steuerung unserer Maßnahmen“, erklärte EPHK Henschel, der Leiter der Polizeiinspektion Bingen. Die positive Entwicklung sei das Ergebnis der engagierten Arbeit der Beamten. Ziel sei es, „durch eine Kombination aus repressiven und präventiven Ansätzen die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu gewährleisten.“
Die Polizeiinspektion Bingen wird auch im kommenden Jahr ihre Anstrengungen fortsetzen, um auf erkannte Entwicklungen flexibel zu reagieren. Sie bedankt sich bei der Bevölkerung für die Unterstützung und bittet darum, verdächtige Beobachtungen frühzeitig zu melden.