Aufgrund der Hitze und des ausbleibenden Regens in den vergangenen Wochen richtet die Kreisverwaltung Mainz-Bingen einen dringenden Appell an die Bevölkerung: Sie soll auf die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern verzichten. Das teilt die Kreisverwaltung mit.
Grund dafür ist, dass die meisten Gewässer im Landkreis immer weniger Wasser führen. Erste Bäche und Weiher seien bereits ausgetrocknet. Mit dem Aufruf sollen die Gewässer und die darin lebenden Tiere geschützt werden.
Da sich derzeit keine langanhaltenden Niederschläge abzeichnen, ist eine Verbesserung des Zustandes nicht zu erwarten. Die Untere Wasserbehörde appelliert ebenfalls zu einem sparsamen Umgang mit Trinkwasser. Für eine Einschränkung des Trinkwasserverbrauchs seien jedoch die Wasserversorger zuständig.
Verbot für Wasserentnahme wird vorbereitet
Wird weiterhin unbegrenzt Wasser entnommen, droht laut Kreisverwaltung eine dauerhafte Schädigung des Naturhaushalts und der Gewässerökologie. Eine Allgemeinverfügung, die die Wasserentnahme aus Bächen und Seen einschränkt, werde daher derzeit vorbereitet.
Bürgerinnen und Bürger, die sich über die Wasserstände der Gewässer und des Grundwassers informieren möchten, können dies seit dem 15. Juli im bundesweiten Niedrigwasserinformationssystem NIWIS tun.