Die Stadt Ingelheim ruft ihre Bürger dazu auf, bei der Vorbeugung gegen die Asiatische Tigermücke zu helfen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist es entscheidend, mögliche Brutstätten rund um das eigene Haus zu vermeiden, um eine Ansiedlung der invasiven Stechmückenart zu verhindern.
Die Asiatische Tigermücke ist an ihrer schwarz-weißen Zeichnung und einer hellen Linie vom Kopf bis zum Rücken zu erkennen. Im Gegensatz zu vielen heimischen Mücken ist sie auch tagsüber aktiv. Zur Eiablage nutzt sie bereits kleinste Wasseransammlungen, die über mehrere Tage stehen, etwa in Blumentopfuntersetzern, Vogeltränken oder offenen Regentonnen.
„Die wirksamste Maßnahme beginnt direkt vor der eigenen Haustür“, erläutert die Beigeordnete und Klimaschutzdezernentin Dr. Christiane Döll. „Wer Wasseransammlungen regelmäßig entfernt oder abdeckt, beugt nicht nur lästigen Mücken vor, sondern hilft auch dabei, die Ausbreitung der Tigermücke in Ingelheim einzudämmen.“ Konkret empfiehlt die Stadt, Regentonnen abzudecken, Gefäße wie Eimer trocken zu lagern sowie Untersetzer oder Planschbecken mindestens einmal pro Woche zu leeren. Auch Dachrinnen sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Kostenlose Tabletten zur Bekämpfung
Wo sich Wasseransammlungen nicht vermeiden lassen, können sogenannte Bti-Tabletten helfen. Diese enthalten einen biologischen Wirkstoff, der gezielt die Larven von Stechmücken bekämpft. Für Menschen und Haustiere ist die Anwendung unbedenklich. Da aber auch andere im Wasser lebende Insekten betroffen sein können, sollten die Tabletten nur dort eingesetzt werden, wo das Wasser nicht entfernt werden kann.
Die Tabletten sind derzeit kostenlos im Interimsrathaus, in der KlimaWerkstatt Ingelheim sowie in den Ortsvorsteherbüros in Heidesheim und Wackernheim erhältlich. Pro Person werden bis zu zwei Packungen ausgegeben.
Sichtungen melden und Risiken minimieren
Grundsätzlich kann die Tigermücke Krankheitserreger übertragen, auch wenn das Risiko in Deutschland derzeit als gering eingestuft wird. Umso wichtiger sei es, die Vermehrung der Mücke frühzeitig zu begrenzen.
Wer eine verdächtige Mücke entdeckt, wird gebeten, Fotos aus verschiedenen Perspektiven aufzunehmen. Die Sichtung kann dann an die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e. V. (KABS) gemeldet werden.
Weitere Informationen zur Tigermücke und zur Meldung von Sichtungen gibt es unter www.kabsev.de.