Was Trumps zweite Amtszeit für die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz bedeutet

Ein Jahr nach Beginn von Trumps zweiter Amtszeit zieht die rheinland-pfälzische Wirtschaft eine Zwischenbilanz. Die IHK fordert verlässliche Bedingungen für den Handel mit den USA.

Was Trumps zweite Amtszeit für die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz bedeutet

Ein Jahr nach Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ist das Geschäftsumfeld für die rheinland-pfälzische Wirtschaft zunehmend von Unsicherheit geprägt. Das geht aus einer Zwischenbilanz hervor, die die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz jetzt veröffentlicht.

Obwohl die USA nach einer ersten Einschätzung auch 2025 wieder der zweitwichtigste Exportmarkt für das Bundesland nach Frankreich waren, sehen die Industrie- und Handelskammern (IHK) eine wachsende Verunsicherung. „Für eine exportorientierte Wirtschaft ist anhaltende handelspolitische Unsicherheit Gift“, sagt Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft. Er fordert „verlässliche und berechenbare Rahmenbedingungen sowie einen konsequenten Einsatz für offene Märkte“.

Höhere Kosten und mehr Bürokratie

Vor allem die handelspolitischen Maßnahmen der US-Regierung hätten in den vergangenen Monaten zur Verunsicherung beigetragen. Für exportorientierte Unternehmen in Rheinland-Pfalz bedeute dies einen steigenden Planungsaufwand, höhere Kosten und wachsenden Druck. Zusätzliche Zölle und ein erhöhter Verwaltungsaufwand bei den Zollverfahren würden viele Betriebe erheblich belasten.

Rückmeldungen aus dem Jahr 2025 zeigten, dass für die Mehrheit der rheinland-pfälzischen Unternehmen die negativen Effekte im USA-Geschäft klar überwiegen. Zusätzlich belasteten Währungsrisiken durch einen stark schwankenden Euro-Dollar-Wechselkurs sowie eine nachlassende Wettbewerbsfähigkeit auf dem US-Markt die Firmen.

Investitionen werden verschoben

Diese Unsicherheit wirkt sich laut IHK zunehmend auf unternehmerische Entscheidungen aus. Unternehmen berichten von rückläufigem Handel, notwendigen Preisanpassungen oder der Weitergabe gestiegener Zollkosten. Investitionen würden häufiger verschoben und bestehende Geschäftsbeziehungen nur mit größerer Vorsicht fortgeführt.

Trotz der Belastungen bleibe der US-Markt für viele Betriebe in Rheinland-Pfalz von hoher strategischer Bedeutung. Die Unternehmen reagierten bislang pragmatisch und anpassungsfähig. Die anhaltende Unsicherheit werde jedoch zunehmend zu einem Hemmnis für Handel, Investitionen und eine langfristige Planung.