Bei JUWI aus Wörrstadt werden 280 Stellen in Deutschland abgebaut. Das teilt das Unternehmen, ein Projektentwickler für erneuerbare Energien, in einer Pressemeldung mit. Damit soll die „strategische Ausrichtung und Organisationsstruktur“ angepasst werden. Aktuell sind im Unternehmen weltweit rund 1350 Mitarbeiter beschäftigt, davon etwa 1100 in Deutschland.
Als Gründe für die Maßnahme, die ab Oktober in Kraft treten soll, nennt JUWI den verschärften Wettbewerb, sinkende Zuschlagssätze bei Auktionen, steigende Kosten und begrenzte Netzanschlüsse. Dies habe in der gesamten Branche zu hohem wirtschaftlichem Druck und sinkenden Margen geführt. „Mit der Restrukturierung schaffen wir die Grundlage für mehr Effizienz, klare Marktfokussierung und nachhaltige Profitabilität“, so JUWI-CEO Jost Backhaus. Ziel sei es, das Unternehmen langfristig stabil und wettbewerbsfähig aufzustellen.
Zwei Geschäftsführer verlassen das Unternehmen
Laut dem Gesamtbetriebsrat liegt der Fokus auf sozialverträglichen Lösungen. So setze das Unternehmen „vorrangig auf freiwillige Maßnahmen, um den Personalabbau umzusetzen“, erklärt Constanze Schuhmacher aus der Arbeitnehmervertretung. Betriebsbedingte Kündigungen würden nur in Ausnahmefällen ausgesprochen.
Auch in der Geschäftsführung wird es Veränderungen geben. Ab Oktober 2026 soll diese nur noch aus CEO Jost Backhaus und dem neuen CFO Thomas Hüsgen bestehen. Die Geschäftsführer Christian Arnold und Stephan Hansen werden das Unternehmen verlassen.
Trotz des Stellenabbaus wolle man die Geschäftsmodelle weiterentwickeln, so Backhaus. JUWI will nach eigenen Angaben Angebote wie die Kombination von Wind- und Solaranlagen mit Batteriespeichern vorantreiben. Auch wolle man mehr mit der Konzernmutter MVV Energie AG zusammenarbeiten.
Aktuell entwickelt JUWI in Deutschland und weiteren Ländern Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1000 Megawatt.