Rheinland-Pfalz stellt auf der Grünen Woche in Berlin, die vom 16. bis 25. Januar stattfindet, seine Weine einer breiten Öffentlichkeit vor. Wie das Weinbauministerium mitteilt, ist ein Grund für die Kampagne der sinkende Weinabsatz. Weinbauministerin Daniela Schmitt will die Messe nutzen, um für die Qualität der regionalen Produkte zu werben.
Der sinkende Weinabsatz mache es nötig, gezielt auf die Qualität und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis der rheinland-pfälzischen Weine hinzuweisen, so Schmitt. Sie betont: „Jeder kann durch den Kauf von regionalem Wein die Branche und auch die eigene Region unterstützen.“
Neue Kampagne für den Einzelhandel
Um den Verkauf anzukurbeln, soll eine neue Marketingkampagne vorgestellt werden. Diese wurde gemeinsam mit dem Deutschen Weininstitut (DWI) aus Bodenheim entwickelt. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem DWI und der Deutschen Weinkönigen Anna Zenz eine neue Kampagne ankündigen können, mit der wir die Verbraucher zum Kauf regionaler Weine anregen möchten“, erklärt die Ministerin.
Die Kampagne ist Teil des „Weinbaupakets Rheinland-Pfalz 2025+“ und soll dieses Jahr starten. Sie zielt besonders auf den Lebensmittel-Einzelhandel ab, damit Kunden dort häufiger zu Weinen aus Deutschland greifen. Finanziert wird die Maßnahme aus Mitteln des Weinbauministeriums und der Werbeabgabe der Weinwirtschaft. Auch die Weinwerbungen aus Rheinhessen, der Pfalz und von der Mosel beteiligen sich. Die Notwendigkeit der Aktion zeigen die Zahlen: Aktuell ist nicht einmal jede zweite in Deutschland gekaufte Flasche mit deutschem Wein befüllt.
Politik-Besuch und „Goldschlürfer“
Am Messestand in Berlin präsentiert sich Rheinland-Pfalz unter dem Motto „Paradies für Goldschlürfer“. Besucher können Weine und Sekte aus den sechs Anbaugebieten Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Nahe, Ahr und Mittelrhein probieren, auch in alkoholfreien Varianten. Zudem wirbt das Land mit einem Quiz und Informationen zu Ausflugszielen.
Am kommenden Donnerstag, dem 22. Januar, wird außerdem eine rund 40-köpfige Delegation des Agrarausschusses des Bundestages am Stand erwartet. Schmitt sieht darin ein wichtiges Signal: „Wir müssen gemeinsam – der Bund, die Länder, die Branche und die Verbraucher – alles dafür tun, das Kulturgut Wein zu erhalten.“